Funkhaus Fünfkirchen

Schlitzkrapfen von Ofalo

„Die Kinder essen das lieber als den Faschingskrapfen.”

Der Schlitzkrapfen von Ofalo ist viereckig, hat drei - vier kleine Schlitzen, und wird goldbraun gebacken, noch warm wird es dann in Zimt-Puderzucker gedreht und schon ist die leckere Faschingspezialität fertig. Dieses Gebäck wird mancherorts auch „Katestierlich“ also Gartentorchen genannt, weil es eben aussieht wie ein kleines Gartentor. 


 

Doch in Ofalo werden auch noch zahlreiche andere Krapfen gebacken in der Faschingszeit, „Schneepaler“, also Schneeball, oder auch Tutekrapfen. „Mal backen wir das eine, mal das andere, jede Woche einmal, zweimal.“ – erzählt Anna Kleisz, die das auch ihren Töchtern und Enkelinnen beigebracht hatte, die das auch ab und zu selber backen, doch was Omi backt, schmeckt immer noch am besten.

An Stelle von Schmalz, wird zum Backen nur noch Öl verwendet, in den Teig gehört noch ein wenig Fett, das spürt man kaum, den Teig macht es aber besser, meint die 73jährige Rentnerin. 50 dkg Mehl, 9 Eierdotter, 1 Rahm, Hefe und eben ein wenig Fett, so lautet das Rezept für den leckeren „Schlitzkrapfen“. Nach dem ausrollen viereckige Stücke schneiden, dann die Schlitze rein schneiden, und dann muss es aber schnell gebacken werden, es darf nicht aufgehen, wie der Faschingkrapfen.

Noch warm muss es dann im Zimt-Puderzucker gedreht werden, richtig dick, denn im Teig ist ja kein Zucker. Warm schmeckt es am besten, doch auch noch nach zwei Tagen ist dieser Kuchen noch fein.

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 Christina Arnold, Fünfkirchen, Februar 2011
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