Funkhaus Fünfkirchen

Bücher über Nationalitaeten Online

Stellen sie sich eine Internet- Seite vor, die alle wichtigen Bücher, Publikationen, wissenschaftliche und literarische Texte, Periodika sowie Videos der Nationalitäten in Ungarn enthält. Jeder kann sich herunterladen, was er sich will, berabrieten und im Unterricht verwenden… Sowas exisitert bereits.
Es gibt einen Web Portal, Namens: „Erbe-Kultur E-Bibliothek und Medienarchiv für den Unterricht”. Dort kann man fast alles, kostenlos finden.
Christian Erdei berichtet.


Die Seite ist übersichtlich

Ein paar Klicks mit der Maus auf dem Portal www.sulinet.hu, und mit Hilfe eines Links ist man bereits auf der Seite. Seit 3 Jahren existiert sie. Das Spektrum ist sehr breit, von allen Nationalitäten und sogar vor Minderheiten bewohnten Ortschaften findet man sehr viele digitalisierte Bücher.  Ziel des Projektes sei laut dem Chefredakteur, Gábor Barna die Publikationen der Nationalitäten digital zu archivieren, aber auch jedem zugänglich zu machen. „Ich habe die Erfahrung, dass die Minderheiten in der vergangenen Zeit sehr aktiv eine Sammelarbeit, eine Art- Dokumentation gemacht haben. Die Publikationen blieben jedoch in ihrem eigenen Kreis. Wir helfen dabei von allen Minderheiten diese zu sammeln, und in einem einfachen Format der auch Mehrheitsgesellschaft zugänglich zu machen. Die Minderheiten machen ja auch unsere Gesellschaft bunter, das ist was zählt.“

Bei der Präsentation des Portals in der Geschäftstelle der LdU in Budapest war auch der stellvertretende Staatsekretär, Csaba Latorcai dabei. Durch das Portal werden die Minderheiten bekannter – unterstrich er. „Dass die Minderheiten bekannter werden in der Mehrheitsgesellschaft ist ein Pfand für das friedliche Zusammenleben. Wenn eine Nationalität ihr wahres Gesicht zeigen kann wird dieses Zusammenleben harmonisch und schafft die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kultur, der Wissenschaft und des Unterrichts. Das war bisher nicht möglich.“

Wenn die Minderheiten etwas digitalisieren und so im Internet verbreiten wollen, kostet es Geld. Das ist auch im Falle des Portals so. Bei einem Buch von 3 bis 400 Seiten soll man mit Kosten von etwa 100 Tausend Forint rechnen. Trotzdem lohne es sich – meint Otto Heinek, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen. „Wichtig für ist es, dass durch diese Möglichkeit für uns ein großes Fenster sich öffnet. Wir können unser wahres Gesicht, unsere Kultur und unser Leben einer sehr breiten Öffentlichkeit zeigen. Unsere Publikationen erscheinen meist in kleinen Exemplaren, das gedruckte Material erreicht bei weitem nicht ein großes Publikum. Unsere kulturellen Werte können auch an die Bildungseinrichtungen viel leichter gebracht werden.“

Das Projekt begann vor 3 Jahren mit staatlicher Unterstützung, doch dann wurden die Finanzquellen still gelegt. Laut Csaba latorcai gebe eine Möglichkeit das Projekt in der Zukunft zu unterstützen. „Wenn wir über eine staatliche Unterstützung sprechen wollen, müssen wir auch sehen, wie die Minderheiten sich für die Sache engagieren, was sie für das Projekt tun, was sie übernehmen können, damit die Initiative weiter lebet und größer wird.“ – erklärte der Politiker.

Für die User ist das Material umsonst, jeder kann es angucken und herunterladen. Für die Regelung der Urheberrechte der Publikationen sind jedoch die Minderheiten zuständig.


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 Christian Erdei, Fünfkirchen, April 2011
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