Funkhaus Fünfkirchen

25 Jahre nationalitäten-Kindergärtnerinnenausbildung in Szekszárd

Vor 25 Jahren wurde die Ausbildung der Nationalitäten-Kindergärtnerinnen gestartet. Das Jubiäum wurde mit einer fachkonferenz gefeiert.

Konferenz der Kindergärtnerinnen und Bildungsexperten

Mit einer umfassenden Konferenz über die Erfahrungen der Kindergartenarbeit und über die Methodik für die Zukunft wurde das viertel Jahrhunderte alte Ausbildung an der Illyés Gyula Fakultät der Uni Fünfkirchen gefeiert. „Dieser Ausbildungsort, etwa in der Mitte der schwäbischen Türkei ist sehr wichtig für die Ungarndeutschen.“ – meinte Béla Horváth, Generaldirektor der Hochschule und dieser Meinung teilte auch Otto Heinek, Vorsitzender der LdU. Gerade deswegen soll in der Zukunft eine multidisziplinare Forschung gestartet werden zum Thema Ungarndeutschtum und danach könnte ein ganzes Institut aufgebaut werden, um in erster Linie die Ungarndeutschen der Tolnau rund um erforschen zu können. Doch bei der Konferenz wurden nicht nur die erfreulichen Themen angesprochen, über das Ansehen des Berufes und über die Bezahlung der Kindergärtnerinnen wurde viel geklagt. „Es gäbe genug Arbeitsplätze für unsere Absolventen, doch viele planen ins Ausland zu gehen.“ – so Dr. Ágnes Klein, Organisatorin der Veranstaltung. Auch Partnerhochschulen aus dem Ausland, wie zum Beispiel aus Ludwigsburg, präsentierten bei der Konferenz ihre Methoden, den Kindern Sprachen beizubringen, auch dort gehen die Meinungen über die richtige Methode auseinander. In den 25 Jahren hat sich vieles verrändert, Praxis rückte immer mehr in den Mittelpunkt des Unterrichts an der Hochschule, gerade deswegen ist es geradezu ideal, dass in Szekszard der Nationalitätenkindergarten in der Trägerschaft der LdU ist, und als methodischer Übungsplatz genutzt werden kann. „Die Sprachkenntnis der Studenten ist sehr unterschiedlich, manche kommen mit guten Deutschkenntnissen, manche aber mit sehr schlechten, und schaffen letzt endlich den Abschluss nicht.“ – so Dr. Ágnes Klein. „Diese Schule hat einen sehr guten Ruf, meine Mutter hat auch schon hier diesen Beruf erlernt,  deswegen habe ich auch dieses Fach gewählt.“ – so Vanda Lamuth aus Grossmanok, die im zweiten Studienjahr studiert. Sie möchte auf jeden Fall als Kindergärtnerin arbeiten, weil ihr die Praxisstunden diesen Beruf  näher gebracht haben. Auch das Thema Mundart und Brauchtum des Ungarndeutschtums wurde angesprochen, es sei eine wichtige Aufgabe auch diese in den Unterricht einzubauen. Eine Ausbildung mit einer stabilen Basis auf hohem Niveau – so lobte Otto Heinek die Szekszarder Schule, welche die Kindergärten der Region mit Fachkräften versorgt.

Christina Arnold



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 Christina Arnold, 08.04.2011 Szekszárd
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