Radio Temeswar

Wirtschaftsmeldungen der Woche – 02.06.2011

Aus den Wirtschaftsmeldungen dieser Woche erhalten Sie Informationen zu folgenden Kategorien:
- Finanzen und Bankenwesen,
- Aus der rumänischen Wirtschaft,
- UND – regionale Wirtschaftsthemen.
Bleiben Sie dran!

Sie hören das Wirtschaftsmagazin bei Radio Temeswar, jetzt mit den Wirtschaftsmeldungen der Woche:

Finanzen und Bankenwesen

Rumänien sei nicht vorbereitet auf die Annahme der einheitlichen europäischen Währung 2015. Dennoch müsse der Termin nicht verschoben werden. Die Aussage machte der Berater des Gouverneurs der Nationalbank Rumäniens Adrian Vasilescu. Er fügte hinzu, die Reformen müssten beschleunigt und effizientisiert werden. Die Reduzierung der Inflationsrate sei nur eines der Kriterien, die Rumänien erfüllen müßte, um der EURO-Zone beizutreten, erklärte Vasilescu desweiteren.

Die rumänischen Staatsbürger sparen sowohl in der Landeswährung als auch in Euro. Angaben der Zentralbank zufolge stiegen die Lei-Depons im Monat April dieses Jahres um 4,2% im Vorjahresvergleich und kämen auf 65 Milliarden Lei. Die Einsparungen in Auslandswährungen stiegen in derselben Zeitspanne um 2,5%.

Hier auch die Referenzkurse der Nationalbank Rumäniens für den heutigen Donnerstag: ein Euro wurde gestern Nachmittag  mit 4Lei12 quotiert und ein US-Dollar mit 2Lei86. Der Referenzkurs für ein Hundert ungarische Forint lag bei 1Lei55 und für ein Hundert serbische Dinar bei 4Lei25. Ein Gramm Gold wurde auf 141 Lei und 13 Bani gewertet.

Macht kein Versprechen, das ihr nicht einhalten könnt – mahnt der Gouverneur der Nationalbank Rumäniens die Politiker. Das Steuerdeffizit sei von den Politikern nicht ernst genug genommen. Eine Deffiziterhöhung könnte negative Folgen mit sich bringen, so Isarescu. Der öffentliche Bereich müsse Platz dem privaten Sektor machen, der sich nun entwickelt. Der Zentralbankgouverneur meint, die wirtschaftlichen Wachstumsmodelle beruhen auf die Entscheidungen aus dem privaten Sektor aus dem In- und Aulsand. Eine korrekte makro-ökonomische Politik, die sich nach den Investitionen richtet und weniger nach dem Sozialschutz, trägt auch zum Wirtschaftswachstum bei, so Isarescu weiter.

Aus der Wirtschaft Rumäniens

Die Staatsangestellten werden ihre Gehaltsminderungen vom vergangenen Jahr bis Ende dieses Jahres zurückgewinnen. Dies erklärte Finanzminister Gheorghe Ialomiþianu. Er fügte hinzu, die Renten würden ebenfalls ab dem nächsten Jahr steigen. Die Erhöhung decke die Infationsrate plus die Hälfte des Durschschnittlohns und sei machbar, wenn das Land einen Wirtschaftswachstum zwischen 1,5 und 2% verzeichnet. Andererseits erklärte der Finanzminister, die Mehrwertsteuer werde bei 24% beibehalten, da der Staat sich keine Minderung dieser Steuer erlaube.

Das Programm „Grünes Haus“ startete am 1.sten Juni. Das Umweltministerium steckt in das Programm dieses Jahres 100 Millionen Lei. Mit dem Geld können 18.000 Häuser mit Zentralheizung aus erneuerbaren Energiequellen bestückt werden. Heuer dürfen sich auch Familienhaushalte im Programm einschreiben, die ein Haus teilen. Interessenten können bereits Anträge bei den Kreisagenturen für Umweltschutz einreichen.

Rumänien zog nur 2 bis 3% aus den 5,3 Milliarden Euro an, die das Land durch das operationelle sektorielle Programm für Umwelt verhandelt hatte. Die Aussage machte Umweltminister Laszlo Borbely in Temeswar. Die schwierige Arbeit komme erst jetzt, nachdem der Vertrag unterzeichnet wurde, erklärte Borbely, obwohl er keine Erklärung für die Tatsache finden kann, dass sich die kommunalen und regionalen Behörden kaum durcharbeiten, nachdem die Lakunen aus der Gesetzgebung beseitigt wurden. Das einzige Problem könne die schlecht redigierten Projekte darstellen, die nun im Laufenden abgeändert werden müssen.

Rund 350 Krankenhäuser Rumäniens erhalten seit gestern Geld nach der Kompetenzklasse in der sie eingestuft wurden. Die meisten davon seien in der schwächsten Klasse Nummer 4 und nur 7 seien in der höchsten Klasse Nummer 1, erklärte Gesundheitsminister Attila Cseke. Auch diese wenigen müssten sich weiterhin verbessern, um nicht nächstes Jahr herabgestuft zu werden, so der Minister weiter. Die Finanzierung der Krankenhäuser basiert nun auf europäische Normen.

Die Ernte dieses Jahres könnte vom ständig wechselhaftem Wetter beeinträchtigt werden. Die Landwirte warnen, die Regenfälle im Frühjahr sowie die Dürre, die für die nächsten Monate angesagt ist, werden schwache Ernten mit sich bringen. Gemeint sind damit Weizen-, Mais-, Sonnenblume- aber auch Obst- und Gemüse-Ernten. Daher könnten auch die Preise dieser Produkte steigen, so die Angaben des Produzentenverbands. Andererseits erklärt das Landwirtschaftsministerium, man müsse sich keine Sorgen um die Ernten dieses Jahres machen.

Regionale Wirtschaftsthemen:

Die Farmer West-Rumäniens bereiten sich für die Wahlen innerhalb der Landwirtschaftskammern vor. In den Kreisen Temesch und Arad werden 19 solche Kammern errichtet und in den Kreisen Carasch-Severin und Hunedoara je 15. Jede Kammer muss mindestens ein Tausend Farmer vereinen. Wahlen für die Leitungspositionen dieser Einrichtungen werden am 24.sten Juni organisiert. Die Farmer, die sich zur Wahl stellen wollen, müssen mindestens 50 Unterstützungsunterschriften sammeln.

Die Müllentsorgungsgesellschaft Retim feiert in diesem Monat 100 Jahre Reinigungstätigkeit in Temeswar. Innerhalb der Feierlichkeiten werden eine Fotoausstellung eröffnet, eine Monografie vorgestellt und mehrere Konzerte organisiert. Am 10. Juni soll die Rockband Cargo auftreten auf und am 11. Juni Phoenix. Die Feierlichkeiten finden im Rahmen des Stadtfestes Temeswar – KleinWien statt. Der Stadtrat der Königlichen Freistadt Temeswar beschloss 1911 die Gründung eines Dienstes, der den Stadtmüll entsorgen sollte.

Die Temescher Kleinstadt Detta beabsichtigt, ein Industriepark auf einer Fläche von 21 Hektar zu errichten. Die Machbarkeitsstudie hierfür soll durch ein grenzüberschreitendes Projekt erstellt werden, das die Stadt mit der serbischen Ortschaft Plandischte durchführt. Das gesamte Projekt ist im Wert von 350.000 Euro und soll in 12 Monaten umgesetzt werden.

Die Kanalisationsarbeiten im Arader Stadtviertel Kleinsanktnikolaus wurden gestern fertig gestellt. Die Bewohner können sich an das Netz anschließen. Eine endgültige Übergabe der gesamten Investition erfolgt aber erst nachdem die Straßen asphaltiert und die Bürgersteige hergerichtet werden – erklärte der Arader Bürgermeister Gheorghe Falca. Die Arbeiten an das Kanalisationsnetzwerk in Kleinsanktnikolaus begannen vor 2 Jahren.

Das Straßennetz im Kreis Karasch-Severin soll durch das Nationale Programm zur Entwicklung der Infrastruktur komplett erneuert werden. Ausgeschrieben wurden Arbeiten im Wert von rund 315 Millionen Lei für 250 Kilometer Straßen. Weitere 105 Millionen Lei stehen den Arbeiten für die Ausweitung des Kanalisationssystems in 22 Ortschaften aus dem ländlichen Raum zur Verfügung – erklärte der Kreisratsvorsitzende Sorin Frunzaverde.

Die Zahl der Züge, die West-Rumänien mit dem Schwarzen Meer verbinden, wird erhöht. Landesweit führt die Bahngesellschaft in dieser Sommerzeit 54 Züge ein, die Konstantza mit den verschiedenen Landesecken direkt verbinden, darunter aus Temeswar, Arad, Diemrich, Reschitza und Großwardein. Weitere Züge verbinden Temeswar, Arad und Großwardein direkt mit der Donau-Delta. Die Züge werden ab dem 17.ten Juni eingeführt und bleiben bis zum 12. September im Umlauf. Es gibt Ermäßigungen für Gruppen, Wochenendreisen sowie für Hin- und Rückreisen.

In dieser sommerlichen Ferienstimmung beenden wir die Wirtschaftsmeldungen dieser Woche und hiermit endet auch diese Ausgabe unseres Wirtschaftsmagazins. Mit aktuellen Wirtschaftsthemen erwarten wir Sie in 7 Tagen wieder hier. Haben Sie bis dahin eine erfolgreiche Woche!


06.02. WM  


 Adrian Ardelean, Temeswar, 02.06.2011
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