Radio Temeswar

Duale Berufsausbildung nach deutschem Vorbild in Temeswar

Das duale Berufsausbildungssystem nach deutsch-österreichisch-schweizerischem Vorbild wird in Temeswar weiter entwickelt. Als Pilotprojekt wurde das System bereits im vergangenen Schuljahr am Ferdinand-Kolleg eingeführt. Im Herbst kommen dann weitere Klassen an dieser Schule, als auch am Bradiceanu-Kolleg hinzu. Die Initiative hierzu ergriffen Unternehmen aus dem Deutschsprachigen Wirtschaftsclub Banat. Unterstützung kam sowohl zentral vom Erziehungsministerium in Bukarest, als auch regional durch die Kommunalbehörden. Vertreter von Kommunalverwaltung, Schulwesen und Wirtschaft unterzeichneten Ende Juli im Temeswarer Rathaus diesbezüglich ein Akommen. Adrian Ardelean war dabei und berichtet.

Neu in der Landschaft des rumänischen Unterrichts ist die Berufsausbildung allerdings nicht. Bereits vor der Wende 1989 gab es hierzulande die sogenannten Professional-Schulen, die ihren Auszubildenden Lehren in konkreten Bereichen der Wirtschaft anboten. Doch diese Unterrichtsform ging zeitgleich mit dem Boom des Hochschulunterrichts in den jungen Jahren der rumänischen Demokratie unter. Die Verlagerung der Industrieproduktion ausländischer Konzerne nach Rumänien führte aber gleich danach zu einer großen  Nachfrage von qualifizierten Arbeitskräften auf dem Arbeitsmarkt, was schließlich zur Folge hatte, dass die Berufslehren wieder ins Leben gerufen wurden. Wie die Initiatoren des neuen Projekts die Berufsausbildung für Jugendliche wieder attraktiv machen wollen, brachte Gerrit Heber in Erfahrung.


(von links nach rechts:) Continentalchef Christian von Albrichsfeld, Kreisschulinspektor Cornel Petroman, Bürgermeister Nicolae Robu, DWC-Vorsitzender Peter Hochmuth, Konsul Rolf Maruhn

Foto: Adrian Ardelean


20130722_DWC_1_Paktunterzeichnung  


20130722_DWC_2_Hintergrund  


 Adrian Ardelean und Gerrit Heber, Temeswar, 22.07.2013
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