Radio Temeswar

Zu Mariä Geburt in Maria Radna

Sowohl die katholische als auch die orthodoxe Kirche feierten am Sonntag, den 8. September, das Fest Mariä Geburt. Für die päpstliche Basilika Maria Radna in West-Rumänien ist das der wichtigste und größte Wallfahrtstag im Jahresablauf. Zehntausende Pilger waren am soeben verstrichenen Wochenende am Wallfahrtsort an der Marosch bei Lippa und wohnten den Gottesdiensten bei.


Kirche und Kloster in Maria Radna werden zur Zeit renoviert. Die Pilger, die in diesem Jahr nach Radna kamen, fanden hier eine große Bastelle. Das hatte aber keine negative Wirkung auf die Zahl der Wallfahrer. Ganz im Gegenteil: mehr Pilger sind diesmal im Vergleich zum Vorjahr erschienen, meint der Verwalter des Klosters und der Kirche, Pfarrer Andreas Reinholz.



Der 8. September ist der wichtigste Wallfahrtstag nach Maria Radna. Zwar ist die Basilika Minor dem Feiertag Verkündung des Herrn am 25. März geweiht, pilgern die meisten Gläubigen hierher gegen Ende des Sommers zum Fest Mariä Geburt. Die Höchstzahl der Pilger wurde in der Zwichenkriegszeit erreicht. 1935 kamen nach Maria Radna zur wichtisgten Wallfahrt 73.000 Gläubige. Viele Gemeinden aus dem Banat organisieren auch heutzutage Fußwallfahrten nach Radna. Die Gläubigen sind mehrere Tage unterwegs, beten, singen Marienlieder und denken an all das, was sie in ihrem bisherigen Leben Gutes und Schlechtes getan haben. Das Ziel erreichen die Pilgergruppen an einem der drei Festtage, denn in Maria Radna dauert das Fest drei Tage lang. Die Sondergottesdienste aus Anlass des Festes starteten bereits am Freitag. Am Samstag und am Sonntag wurden fast stündlich Gottesdiesnte in mehreren Spachen abgehalten. In der Nacht zum Sonntag blieb die Kirche für alle Gläubigen offen. Das Hochamt zelebrierten am Sonntag ebenfals mehrsprachig gleich drei Bischöfe: der Temeswarer Bischof Martin Roos, der Großwardeiner Bischof Laszlo Böczkey und aus dem Vatikan kam heuer für dieses besondere Fest nach Maria Radna der Generalsekräter der Bischofssynode, Kurienerzbischof Nikola Eterovic.



Kurienerzbischof Nikola Eterovic erhielt vom Temeswarer Diözesanbischof Martin Roos als Andenken an den diesjährigen Feiertag eine Silbermedaille mit dem Gnadenbild der Heiligen Mutter Gottes und der Basilika Maria Radna. Die drei Festtage zu Mariä Geburt in Maria Radna endeten am Sonntag Abend mit einem Konzert.


Fotos: der Verfasser


20130908_Radna_Bericht  


20130908_Radna_Interveiw  


 Adrian Ardelean, Radna, 08.09.2013
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