Banater Zeitung

Betreten auf eigene Gefahr: Nikolaus Lenau Lyzeum startet neues Schuljahr auf Baustelle

Die Schulen seien einer der wichtigsten Bestandteile unserer Gesellschaft, meinte Bürgermeister Nicolae Robu bei der Jahrgangseröffnung der neunten Klassen des Nikolaus-Lenau-Lyzeums aus Temeswar. Ihre Zukunft hinge von der Bildung der Schüler ab und keiner könnte auf ein besseres Leben hoffen, wenn er seinen Pflichten nicht nachgehen würde. In den Pflicht sah sich auch der Bürgermeister. Er versuchte am Montag Morgen 90 Schülern sowie deren Klassenlehrern zu erklären, weshalb sie das neue Schuljahr auf einer Baustelle beginnen müssen. Ganz technokratisch hantierte Robu im Festsaal der Schule mit schwierigen Worten und vergas dabei, dass er eigentlich mit 15-Jährigen sprach. Die konkreten Gründe gingen im Beamtenkauderwelsch unter, klar verständlich war dagegen die eigentliche Botschaft: Kopf hoch, schließlich werden andere Schulen der Stadt gar nicht saniert. Lesen Sie mehr darüber in der Banater Zeitung von morgen (18.09.2013).

Aufgrund der Arbeiten und dadurch aufkommenden Gefahren sind die Schüler verpflichtet eine Verzichtserklärung zu unterschreiben. Schulleiterin Helen Wolf appellierte an die Jugendlichen in den nächsten Monaten achtsam zu sein. Das Betreten der Baustelle wurde strengstens untersagt. Das betrifft gegenwärtig den Schulhof.
 
Es wurde aber nicht ausschließlich über die Renovierung gesprochen. Der Leiter der deutschen Spezialabteilung, Gert Kleinstück, richtete ein Paar Worte an die Neuntklässler und Wolf begrüßte die Klassenlehrer. Das neue Schuljahr startet mit drei neunten und vier ersten Klassen sowie sieben Nullklassen. Eingeschrieben wurden insgesamt 180 Vorschüler und 100 Grundschüler.

Die Klassenräume in dem Schulgebäude auf der Gheorghe-Laz²r-Straße wurden noch nicht renoviert. Das Gebäude der Grundschule am Domplatz wurde der katholischen Kirche zurückerstattet, weshalb die Einrichtung monatlich Miete zahlen muss. Aufgrund der gegenwärtigen Renovierungsarbeiten und der Mietfrage soll die Nikolaus-Lenau-Schule auch ein neues Gebäude erhalten und zwar hinter dem Kunstmuseum in einem ehemaligen Gebäude des städtischen Nahverkehrsbetriebs. Ein weiteres soll neu gebaut werden. Die gesamte Investition beliefe sich laut Bürgermeister Robu auf rund acht Millionen Euro. Wann jedoch das gesamte Projekt mitsamt der Renovierung des Lyzeums fertiggestellt wird, ist eine Frage, die möglicherweise erst bei der nächsten Jahrgangseröffnung beantwortet wird. 


Bürgermeister Robu (Mitte) bei der Jahrgangseröffnung an der Lenau-Schule
Foto: Zoltán Pázmány
 Robert Tari, Temeswar, 16.09.2013
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