Radio Temeswar

Wirtschaftsmeldungen der Woche – 17.10.2013

Die Wirtschaftmeldungen dieser Woche beinhalten Informationen aus der Tätigkeit der Wirtschaftsclubs und Handelskammern sowie über Privatisierungen, Statistiken und Wechselkurse. Mehr dazu lesen und/oder hören Sie hier.



Sie hören das Wirtschaftsmagazin bei Radio Temeswar, jetzt mit den Wirtschaftsmeldungen dieser Woche:

Aus der Tätigkeit der Wirtschaftsclubs und Handelskammern:

Die Mitglieder des deutsch-rumänischen Wirtschaftsvereins Arad kommen am heutigen Donnerstag zum Oktobertreffen zusammen. Diesmal lädt der Sanktannaer Geschäftsmann Johann Henger zu einer Besichigung seiner neuen Backstube und seiner Schnapsbrennerei mit Verkostung ein. Veranstaltungsbeginn ist um 18Uhr30.

Der deutschsprachige Wirtschaftsclub Banat organisiert am heutigen Donnerstag Abend das alljährliche Domkonzert. Dieses findet ab 20 Uhr in der Temeswar Domkirche statt. Der Eintritt ist frei. Im nächsten Monat veranstaltet der Temeswarer Wirtschaftsclub die Vollversammlung seiner Mitglieder mit Vorstandswahlen am 14. November um 19Uhr30 und die Juventus-Preisverleihung bei der Jecza-Gallerie Triade am 17. November um 12 Uhr.

Der deutschsprachige Wirtschaftsclub Muresch lädt am 9. und am 10. November zum Treffen der deutschen Wirtschaftsclubs Rumäniens und der deutschen Außenhandelskammer nach Neumarkt ein. Die Gastgeber planen ein Networking Event, bei dem sie sich und ihre Stadt vorstellen wollen. Anmeldungen sind bis zum 26. Oktober online erwünscht über das Kontaktformular auf der Internetseite herbstfest.dwm.ro. Vorschläge für Tagesordnungspunkte sind ebenfalls willkommen undwar unter der e-Mail-Adresse info@dwm.ro.

Eine Umweltmesse organisiert diese Tage die Industrie-, Landwirtschafts- und Handelskammer Arad. Diese wurde am gestrigen Mittwoch eröffnet und sie findet auf dem Gelände der Expo Arad International statt. Mehr als 30 Unternehmen aus dem In- und Ausland stellen bis Freitag Umwelttechnologien und Bioprodukte vor. Zeitgleich finden Fachkonferenzen statt. Für jeden Messetag wurde je ein Schwerpunkt festgelegt: am Mittwoch Wasser- und Bodenschutz, am Donnerstag Abfallmanagement und am Freitag Biodiversität und Volontariat.

Eine Messe für Geschäftsideen veranstaltet am morgigen Freitag die Temescher Industrie-, Landwirtschafts- und Handelskammer im regionalen Geschäftszentrum in Temeswar. Innerhalb der Messe stellen Unternehmer, die an einer kostenlosen Fortbildung im Geschäftsbereich teilgenommen haben, ihre Produkte und Dienstleistungen vor. Zeitgleich ist ein Seminar geplant mit dem Thema „Die Partnerschaft, eine Lösung in Krisenzeiten”. Das Wirtschaftsevent findet morgen zwischen 10 und 13 Uhr im Europa-Saal statt.

Morgen startet in Temeswar auch die Jobbörse für Ingenieure BESTEngineer. Diese findet am Freitag und am Samstag ebenfalls beim Regionalen Geschäftszentrum der Handelskammer statt. Rund 20 Unternehmen aus dem In- und Ausland bieten dabei mehr als 500 Jobs an. Die Eröffnung ist morgen um 10 Uhr. Erwartet werden als Gäste die delegierte Ministerin für Kleine und Mittlere Unternehmen Maria Grapini, Wirtschaftsfachleute, sowie Vertreter der Stadt und der Technischen Universität Politehnica Temeswar. 

Die deutsche Außenhandelskammer (AHK) in Bukarest, als offizielle Vertretung des Freistaates Bayern in Rumänien, organisiert Bayerische Stammtische. Der bereits dritte Stammtisch dieses Jahres findet am heutigen Donnerstag in Bukarest während der Internationalen Industriemesse (TIB) statt. Die Teilnahme an den Bayernstammtischen ist kostenlos. Die beiden vorherigen Stammtische waren am 11. September in Arad bzw. am 13. Juni in Klausenburg und sie erfreuten sich eines großen Interesses seitens der bayerischen Geschäftsleute. 

Privatisierungen, Statistiken, Wechselkurse

Die Privatisierung der rumänischen Güterbahn CFR Marfa ist gescheitert. Am Montag Abend lief der Termin für die Überweisung von 170 Millionen Euro ab, die Grup Feroviar Roman dem rumänischen Staat tätigen sollte, um in den Besitz von 51 Prozent der Gesellschaft zu gelangen. Bereits am Wochenende forderte das private Unternehmen GFR öffentlich die Freigabe des geheimen Vertrages und bezichtigte das Verkehrsministerium, nicht allen vertraglichen Pflichten nachgekommen zu sein. Das Ministerium zeigte sich keiner Schuld am Scheitern des Privatisierungsprozesses bewusst. GFR hatte im Juni dieses Jahres die Ausschreibung gewonnen, doch die Transaktion kam nicht mehr zustande. Das ist die bereits 2. gescheiterte Privatisierung eines rumänischen Staatsunternehmens nach Oltchim.

Die Landwirte Rumäniens haben in diesem Herbst eine gute Ernte erwirtschaftet. Die Weizenproduktion beläuft sich dieses Jahr auf rund 7,3 Millionen Tonnen. Sie gilt als die größte Produktion der letzten 8 Jahre und als zweitgrößte der letzten 43 Jahre, meldet die AHK Bukarest. Allgemein gesehen war 2013 ein gutes landwirtschaftliches Jahr, die Gesamternte ist fast doppelt so groß als im Vorjahr. Die rumänischen Landwirte ernteten fast 20 Millionen Tonnen Getreide und ölhaltige Samen. Die Ernte wird auf rund 3,5 Milliarden EUR geschätzt, davon eine Milliarde EUR ist der Wert der Weizenernte dieses Jahr. Was die Ein- und Ausfuhren von Getreide anbelangt, exportierte Rumänien in den ersten neun Monaten dieses Jahres Weizen im Wert von 300 Millionen EUR. Das ist doppelt so viel wie in den ersten neuen Monaten des vergangenen Jahres. Laut Angaben des rumänischen Landwirtschaftsministeriums exportierte Rumänien im ersten Halbjahr mehr als eine Million Tonnen Weizen, um 1,6 Mal mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Weizenimporte in den ersten sechs Monaten beliefen sich auf rund 145 Tausend Tonnen, um eineinhalb Mal mehr als im ersten Halbjahr 2012. 

Die Ausländer schicken immer mehr Geld in ihre Heimatländer zu. Das zeigt ein Bericht der Weltbank zitiert von der AHK Bukarest. 2013 sollen diese Beträge um 6,3% auf 414 Milliarden USD steigen. Was Rumänien betrifft, sind diese Summen in den letzten Jahren zurück gegangen. 2008 wares es noch 9,3 Milliarden USD während 2012 nur mehr 3,6 Milliarden ins Land flossen. Die Zahl der Migranten aus der gesamten Region Osteuropa und Zentralasien liegt zur Zeit bei 30,4 Millionen. Im Vergleich zu 1990 ist deren Zahl um 7,7% zurückgegangen. Den höchsten Wachstum der internationalen Migration in der Zeitspanne 2010 - 2013 verzeichneten Rumänien mit einem Plus von 4,8%, die Türkei mit +2,8% und Ungarn mit +2,7%.

Die rumänische Landeswährung bewertete sich leicht während der letzten 7 Tage im Vergleich zu ihren Bezugswährungen. Die Nationalbank Rumäniens legte am gestrigen 16. Oktober folgende Referenzkurse fest: Ein Euro wurde mit 4Lei44 quotiert – 2 Bani weniger als vergangene Woche – und ein US-Dollar mit 3Lei28 – 1 Ban weniger als vor einer Woche. Der Referenzkurs für einhundert ungarische Forint lag gestern bei 1Lei50 und für ein Hundert serbische Dinar bei 3Lei91. Ein Gramm Gold wurde gestern auf 135 Lei und 11 Bani geschätzt – das sind etwa 2 Lei weniger als vergangene Woche.

Hiermit endet auch diese Ausgabe unseres Wirtschaftsmagazins. Mit aktuellen Wirtschaftsthemen erwarten wir Sie in 7 Tagen wieder hier. Haben Sie bis dahin eine erfolgreiche Woche!

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 Adrian Ardelean, Temeswar, 17.10.2013
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