Radio Temeswar

Wirtschaftsmeldungen der Woche – 05.12.2013

Die Wirtschaftsmeldungen dieser Woche:
- Aus der landesweiten Wirtschaft Rumäniens,
- Finanzen und Bankwesen,
- UND – zum Arbeitsmarkt
Lesen und hören Sie hier mehr dazu.



Sie hören das Wirtschaftsmagazin bei Radio Temeswar, jetzt mit den Wirtschaftsmeldungen dieser Woche:

Aus der landesweiten Wirtschaft Rumäniens:

Eine relative Stabilität der Wirtschaftsaktivitäten im Zeitraum November bis Januar 2014. Davon  gehen die Unternehmensmanager der verschiedenen Branchen aus. Ausnahme macht der Bausektor mit einer – auch saisonbedingten – rückläufigen Aussicht für seine Geschäfte. Das ergab die monatliche Konjunkturumfrage des Nationalen Instituts für Statistik. Die Manager der verarbeitenden Industrie rechnen mit einer relativen Stabilität ihres Produktionsvolumens. Die Manager der Chemieindustrie und der Pharmaindustrie sehen sich allerdings deutlich im Plus. Auch die Zahl der Beschäftigten dürfte in der verarbeitenden Industrie relativ stabil bleiben, ebenso die Preise der Industrieerzeugnisse. Auch die Manager des Einzelhandels setzten auf eine relative Stabilität. Die Zahl der Beschäftigten soll moderat wachsen, die Preise hingegen deutlich steigen. Auch in der Dienstleistungsbranche ist der Umsatz relativ stabil. Die Beschäftigtenzahl nimmt etwas ab, die Preise hingegen steigen moderat.

Die staatliche Betreibergesellschaft Hidroelectrica will im Januar nächsten Jahres 14 Kleinwasserkraftwerke verkaufen. Eine internationale Versteigerung wird hierfür am 23. und 24. Januar stattfinden, berichtet die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien. Der Startpreis liegt knapp über 46 Millionen Lei. Die 14 Mikro-Wasserkraftwerke sind zu sieben Einheiten gebündelt. Insgesamt will Hidroelectrica in diesem und im kommenden Jahr cca. 90 Mikro-Wasserkraftwerke mit einer Nennleistung von insgesamt 58 Megawatt veräußern. Davon wurden im Juli dieses Jahres bereits 14 Kleinkraftwerke für etwas mehr als 46 Millionen Lei verkauft. Insgesamt betreibt der Stromerzeuger Hidroelectrica derzeit rund 160 Objekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 6000 Megawatt. 

Die Ingenieure der deutschen Gruppe Continental in Rumänien arbeiten an dem Projekt für das "Auto der Zukunft", das autonom fahren wird. Das Projekt soll 2020 beendet werden. Es gibt bereits Automodelle, die einen Teil der Systeme verwenden, die für autonomes Fahren entwickelt wurden. Die Systeme sind schon fertig, es werden aber noch sieben Jahre gebraucht, damit alle notwendigen Tests durchgeführt werden können. Viele Ingenieure aus den Forschungszentren von Continental in Temeswar und Jassy arbeiten an Projekten, die das Lenksystem betreffen, aber auch das Videosystem im Auto. Darüber berichtet das Wirtschaftsblatt der deutsch-rumänischen Handelskammer in Bukarest.

Finanzen und Bankwesen:

Die Devisenreserven Rumäniens sind im vergangenen Monat deutlich gesunken. Gegenüber dem Vormonat verminderte sich ihr Wert um rund 2 Milliarden Euro. Grund dafür war die Tilgung von Außenschulden in Höhe von 2,5 Milliarden Euro, darunter knapp eine Milliarde Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF). Die Goldreserven Rumäniens blieben im November mengenmäßig unverändert bei 103,7 Tonnen. Bei leicht sinkenden Goldpreisen auf den internationalen Märkten verringerte sich ihr Wert um rund 200 Millionen Euro. Damit betrugen die internationalen Reserven Rumäniens Ende November rund 35,5 Milliarden Euro. Rumänien muss im Dezember rund 500 Millionen Euro seiner öffentlichen und öffentlich garantierten Außenschulden begleichen. Das alles teilte die Zentralbank mit.

Das Finanzministerium borgte am Montag 800 Millionen Lei über Anleihen mit einer Laufzeit von sechs Monaten am Markt. Entsprechend der Nachrichtenagentur Mediafax lag das Zinsniveau mit durchschnittlich 2,78 Prozent pro Jahr auf einem historischen Minimum. Im Oktober hat der Staat für Anleihen mit dieser Laufzeit noch einen Zins von 2,92 Prozent zahlen müssen. Im Dezember beabsichtigt das Finanzministerium knapp 4 Milliarden Lei am Markt zu borgen. Im November wurden rund 4,5 Milliarden Lei geliehen. 

Die rumänische Landeswährung verlor während der letzten 7 Tage leicht an Wert im Vergleich zu ihren Bezugswährungen. Der Trend änderte sich aber am heutigen Donnerstag. Die Nationalbank Rumäniens legte am heutigen 5. Dezember folgende Referenzkurse fest: Ein Euro wurde mit 4Lei46 quotiert – 1 Ban weniger als gestern aber 2 Bani mehr als vergangene Woche – und ein US-Dollar mit 3Lei28 – ebenfalls 1 Ban weniger als gestern aber 1 Ban mehr als vor einer Woche. Der Referenzkurs für einhundert ungarische Forint lag heute mittag bei 1Lei47 und für ein Hundert serbische Dinar bei 3Lei88. Ein Gramm Gold wurde heute auf 130 Lei und 40 Bani geschätzt – das sind fast 2 Lei mehr als gestern und ähnlich als vergangene Woche.

Und schließlich eine Information zum Arbeitsmarkt:

Auswahlinterviews für deutschsprechende Studenten und Masteranten, die im kommenden Sommer einen Job in Deutschland belegen wollen, werden Anfang nächsten Jahres in Bukarest organisiert. Die Bewerber sollten unter anderem zwischen 18 und 35 Jahren alt sein und gute Deutschkenntnisse vorweisen. Die Bewerbungsgespräche finden zwischen dem 6.ten Januar und dem 14.ten Februar in Bukarest statt. Austragungsort ist die Nationalagentur für die Beschäftigung der Arbeitskräfte. Mehr Infos sowie die Bewerbungsunterlagen sind online zu finden unter: bucuresti.anofm.ro.

Hiermit endet auch diese Ausgabe unseres Wirtschaftsmagazins. Mit aktuellen Wirtschaftsthemen erwarten wir Sie in sieben Tagen wieder hier, dann unter anderem mit den Hinweisen aus der Rechtspraxis. Haben Sie bis dahin eine erfolgreiche Woche!

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 Adrian Ardelean, Temeswar, 05.12.2013
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