Radio Temeswar

Wirtschaftsmeldungen der Woche – 16.01.2014

Die Wirtschaftsmeldungen dieser Woche:
- Wirtschaftstätigkeiten deutschsprachiger Institutionen,
Aussichten für den erten Quartal 2014
- sowie Finanzen und Bankwesen.
Lesen und hören Sie hier mehr dazu!



Sie hören das Wirtschaftsmagazin bei Radio Temeswar, jetzt mit den Wirtschaftsmeldungen dieser Woche:

Wirtschaftstätigkeiten deutschsprachiger Institutionen

Die Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer organisiert zum zwölften Mal ihren Neujahrsempfang. Austragungsort ist heute in einer Woche der Parlamentspalast in Bukarest. Die Veranstalter bieten auch in diesem Jahr ein attraktives Rahmenprogramm und laden dazu herausragende Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft ein. Im Rahmen der Veranstaltung wird das Thema „Mobilität“ sowohl aus Sicht der Unternehmen als auch aus persönlicher Sicht der Mitglieder vorgestellt und die Bedeutung in jeder Branche mit ihren verschiedenen Aktivitäten hervorgehoben. Der Eintritt einer Person pro Mitgliedsunternehmen ist kostenfrei, für jede weitere Person erhebt die AHK einen Kostenbeitrag in Höhe von 50 EUR. 

Der Deutschsprachige Wirtschaftsclub Banat organisiert kommende Woche eine Erkundungsreise nach Petroschen. Eingeplant dafür wurde das Wochenende 24. bis 26. Januar. Die Geschäftsleute wollen den vom Bergbau geprägten Wirtschaftsraum des Kreises Hunedoara näher kennenlernen und ein paar gemütliche und gesellige Stunden im Retezat-Gebirge verbringen. Es gibt auch Gelegenheit zum Skifahren und auch die Kulturgeschichte der Region kommt nicht zu kurz. Die Reise ist geplant, organisiert und geführt von Clubmitglied Ramona Lambing.

Deutschsprechende Studenten und Masteranten können sich für einen Sommerjob in Deutschland bewerben. Auswahlinterviews hierfür werden in Bukarest organisiert. Die Bewerber sollten unter anderem zwischen 18 und 35 Jahren alt sein und gute Deutschkenntnisse vorweisen. Die Bewerbungsgespräche finden bis zum 14.ten Februar in Bukarest statt. Austragungsort ist die Nationalagentur für die Beschäftigung der Arbeitskräfte. Mehr Infos sowie die Bewerbungsunterlagen sind online zu finden unter: bucuresti.anofm.ro.

Aussichten für den erten Quartal 2014:

Das Leistungsvolumen wird in den ersten drei Monaten dieses Jahres in den vier großen Bereichen der rumänischen Wirtschaft zurückgehen. Dies prognostizieren die Manager aus der verarbeitenden Industrie, aus dem Bauwesen, dem Handel und aus dem Dienstleistungsbereich. Darüber berichtet der Rumänien Onlinekourier und bezieht sich dabei auf Angaben des rumänsichen Statistikamtes.  In der verarbeitenden Industrie, im Handel und bei den Dienstleistern sind Rückgänge zwischen 3 bis 6 Prozent vorauszusehen. Der Rückgang von sechs Prozent in der verarbeitenden Industrie geht vor allem auf den Einbruch in der Metallurgie zurück. Im Bauwesen bricht das Leistungsvolumen nach Meinung der Manager um ganze 52 Prozent ein, was in dieser Branche auch von der Jahreszeit bedingt ist. 

Die Waren im rumänischen Einzelhandel werden in den kommeneden drei Monaten teurer, warnt desweiteren die Infoseite zoro.ro. Nach Ansicht der Manger aus dieser Sparte werden die Preise durchschnittlich um 37 Prozent steigen, so das rumänische Statistikamt. Obwohl das Handelsvolumen in der Zeitspanne Januar bis März um drei Prozent rückläufig sein wird, könnten die Preise erheblich zulegen. Trotz des Absatzrückgangs rechnen die Betriebsleiter mit Neueinstellungen von sechs Prozent gegenüber dem Jahresschluss 2013. Während in der verarbeitenden Industrie und bei den Dienstleistern geringfügig Stellen gestrichen werden ist im Bauwesen ein Rückgang von 40 Prozent vorauszusehen.

Finanzen und Bankwesen:

Die Inflation lag im vergangenen Jahr in Rumänien auf dem tiefsten Stand seit 1990. Darüber berichtet die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien. Dezember 2013 lagen die Preise 1,55 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Somit fügte sich die Preissteigerung nach 2006 und 2011 bisher zum dritten Mal in den Zielwert der Nationalbank ein. Derzeit liegt das Inflationsziel der Notenbank bei 2,5 plus/minus ein Prozent. Die Preise für Lebensmittel sanken aufgrund des guten Abschneidens in der Landwirtschaft sowie der verringerten Mehrwertsteuer für Brot um 1,8 Prozent. Andere Waren sowie Dienstleistungen erfuhren einen Preiszuwachs von 3,6 bzw. 3,4 Prozent. Gegenüber November 2013 lag die Inflation im Dezember bei 0,33 Prozent.

Die rumänische Nationalbank senkte vergangene Woche den Leitzins um einen weiteren ein-Viertel-Prozentpunkt auf 3,75 Prozent. Zuletzt hatte die Notenbank den Leitzins im November reduziert. Binnen des vergangenen Jahres wurde der Leitzins insgesamt um 1,25 Prozent gesenkt – berichtet die online-Augabe der ADZ. Auch die für Geschäftsbanken verpflichtenden Mindestreserven in Devisen und in der Landeswährung wurden verringert – von 20 auf 18 Prozent beziehungsweise von 15 auf 12 Prozent. Wichtig bleibe weiterhin, die Liquidität im Bankensystem richtig zu verwalten, hieß es in der Begründung der Nationalbank. Sie werde die Entwicklung des Wirtschaftsklimas verfolgen und notfalls für eine mittelfristige Preis- und Finanzstabilität sorgen. 

Die rumänische Landeswährung behielt in den letzten 7 Tagen den Wert im Vergleich zu ihren Bezugswährungen. Die Nationalbank Rumäniens legte am heutigen 16. Januar folgende Referenzkurse fest: Ein Euro wurde mit 4Lei52 quotiert genauso wie vergangene Woche – und ein US-Dollar mit 3Lei32 – ebenfalls gleich wir vor einer Woche. Der Referenzkurs für einhundert ungarische Forint lag heute mittag bei 1Lei50 und für ein Hundert serbische Dinar bei 3Lei92. Ein Gramm Gold wurde heute auf 132 Lei und 25 Bani geschätzt – das ist rund ein Leu mehr als vor einer Woche.

Hiermit endet auch diese erste Ausgabe unseres Wirtschaftsmagazins im neuen Jahr. Mit aktuellen Wirtschaftsthemen erwarten wir Sie in 7 Tagen wieder hier. Haben Sie bis dahin eine erfolgreiche Woche!
 

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 Adrian Ardelean, Temeswar, 16.01.2014
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