Radio Temeswar

Wirtschaftsmeldungen der Woche – 14.05.2009

Der rumänische Leu verlor diese Woche konstant an Wert im Vergleich zur europäischen Gemeinschaftswährung und gewann konstant an Wert im Vergleich zum US-Dollar. Im Bezug auf den Euro verzeichnete der Leu in den letzten 7 Tagen seinen maximalen Wechselkurs gestern Nachmittag bei 4 Lei 15 und seinen minimalen Kurs vor einer Woche bei 4 Lei 12. Umgekehrt erreichte der Kurs des US-Dollars vergangene Woche sein Maximum bei 3 Lei 10 und gesternnachmittag sein Minimum bei 3 Lei 3. Ein Gramm Gold wurde gestern auf 90 Lei und 41 Bani bewertet. Hundert ungarische Forint kosteten am heutigen vormittag 1 Leu und 48 Bani.

Der Abgabetermin der Steuererklärungen läuft am 15. Mai ab. Bis gestern legte nur ein Viertel der Steuer-zahler ihre Erklärungen ab. Die Steuer-behörden haben ihr Programm mit dem Publikum verlängert, um der hohen Kundenzahl entgegenzukommen. Die Öffnungszeiten sind zwischen 8Uhr30 und 18Uhr30. Das sogenannte Formular 200 muss von denjenigen ausgefüllt und abgegeben werden, die im Laufe des Jahres 2008 andere Einkommen als die Gehälter erwirtschaftet haben. Alternativen für das Schlangestehen sind der Postweg oder die digitale online-Variante. Da aber das mehrseitige Formular kompliziert aufgebaut ist, benötigen die meisten Steuerzahler eine Beratung beim Ausfüllen, was zu langen Wartezeiten an den Schaltern der Steuerbehörden führt.

Die Mitglieder des deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Temeswar treffen heuteabend zusammen. Das Mai-Treffen findet in der Gradina Banateana nahe der orthodoxen Katedrale ab 19Uhr30 statt. Auf dem Programm stehen folgende Themen: Vorstellung des Unternehmers Martin Henselmann von K+E Services, Informierung über die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und der Stiftung “Pentru Voi” sowie eine Beschreibung der Kooperationsprojekte zwischen dem Kreis Temesch und dem deutschsprachigen Raum – Deutschland und Österreich. Zu Gast ist Marius Popovici, Beauftragter des Kreises für diese beiden Länder.

Europa- und Rumänienpremiere bei der Temeswarer Industrie-, Landwirtschafts- und Handelskammer: hier wurde diese Woche ein grenzüberschreitendes regionales Amt zur Cluster-Förderung und -Zertifizierung eingerichtet. Die Cluster sind geographische Ballungen von Institutionen und Betrieben aus einem Bereich, die gemeinsam Rohstoffe verwenden, um ein Wirtschaftsziel zu erreichen. Das Regionale Amt in Temeswar stellt allen Interessenten Informationen, Beratung und Assistenz zur Verfügung, hinsichtlich der Gründung, Organisierung und Förderung solcher Wirtschafts-cluster. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit den Handelskammern aus Pancevo und Zrenjanin/Großbetschkerek aus Serbien erarbeitet und wird aus EU-Geldern über das Nachbarschaftsprogramm Rumänien-Serbien getragen.

Die Europäische Union stellt 10 Millionen Euro für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Rumänien und Serbien bereit. Anträge in dieser Hinsicht können bis zum 29. Juni vorgelegt werden. Als Projektträger gelten Lokalbehörden, Nichtregierungsorganisationen, gemeinnützuge Vereine sowie Vertreter der öffentlichen Institutionen aus der Grenzregion. Die Projekte können im Wert von 30 Tausend bis einer Million Euro sein. Die Europäische Union trägt bis zu 85% der Projektausgaben.

Die Gewerber aus West-Rumänien können EU-Fonds nutznießen, um eigene Geschäfte zu entwickeln. Sie können Summen zwischen 50 Tausend Euro als autorisierte Privatpersonen und 200 Tausend Euro als Mikrounternehmen beantragen. Die Fördersummen dürfen bis zu 70% der Projektausgaben decken. Hauptbedingung ist, die Tätigkeit soll im ländlichen Bereich durchgeführt werden. Gefördert werden die Bereiche: Töpferei, Weberei, Malerei, Eierfärberei, Wolle- und Eisenverarbeitung, Handarbeit oder Herstellung von Musikinstrumenten. Das Geld kann auch für die Eröffnung eines Ladens für den Verkauf der hergestellten Objekte ausgegeben werden.

Kreis Karasch-Severin war hautnah dran, 17 Millionen Euro zu verlieren. Das Geld war für die Mitfinanzierung von Entwicklungsprojekten der Gemeinderäte vorgesehen. Die Vertreter der beiden Regierungsparteien im Kreisrat haben sich gegenseitig der politischen Vergünstigung mehrerer Bürgermeister beschuldigt. Die Kreisräte einigten sich in einer knappen Mehrheit für die Erteilung der Fonds.

Vertreter mehrerer Bauunternehmen aus den Kreisen Arad und Bekes treffen heute und morgen zusammen, um Partnerschaften abzuschließen. Das Event wurde von der Arader Filiale des Nationalrates für Kleine und Mittelständische Unternehmen und der Industrie- und Handelskammer des Kreises Bekes organisiert. Die Veranstaltung läuft über das grenzüberschreitende Projekt “Netzwerkbildung für eine nachhaltige Entwicklung” und wird aus Geldern des PHARE-Programms Rumänien-Ungarn 2006 gefördert.

Die Arader Industrie-, Landwirtschafts- und Handelskammer veranstaltet ab heute die internationale Möbelmesse MOBILAR. Die Ausstellung erreicht ihre 5. Auflage. Es beteiligen sich 30 Fachunternehmen aus dem In- und Ausland. Die Messe findet bis Sonntag bei der Expo Arad International statt in der Westindustriezone Richtung Nadlak.

Der spanisch-östereichische Konzern FCC-PORR hat seinen Rumänien-Sitz beim Europäischen Handelszentrum Water-House in Arad eingerichtet. Das Zentrum der Contor-Gruppe befindet sich in einer Entfernung von 600 Metern von der künftigen Autobahn Arad-Temeswar. Mit der Durchführung der Arbeiten an der Umgehungsstrecke bei Arad wurde das spanisch-österreichische Konzern beauftragt. Die Autobahnstrecke misst 12 Kilometer und sieht 13 Brücken sowie 4 Verkehrsknoten vor. Die Arbeiten sollen bis April 2011 beendet werden.

Die Plastiktüten können heute gegen Textiltüten getauscht werden. Die Aktion führt der Umweltverein Eco Club beim Temeswarer Iulius-Mall durch. Der Club veranstaltet desweiteren morgen und übermorgen beim Mall Sammelaktionen. In einer Recycling-Werkstatt werden aus PET-behältern, Plastikverpackungen, Papier oder Pappe unkonventionelle Objekte hergestellt. Am Samstag werden solche Sammel- und Wiederverwertungswerkstätte an verschiedenen Plätzen organisiert: am Domplatz, auf der Schager-Straße, im Jagdwald, auf der Lippaer-Straße, entlang des Bega-Kanals, im Studentenviertel und am Opernplatz.

4 Trassen für Fahrräder werden am Samstag im Jagdwald eingeweiht. Die Temeswarer sind zu einer Radfahrt ab 11 Uhr eingeladen. Die Trassen sind mit verschiedenen Farben gekennzeichnet und entsprechen mehrerer Schwierigkeitsstufen. Das nächste Radevent wird hier zum 1. Juni veranstaltet. Die Fahrradtrassen wurden auf Initiative und mit Unterstützung der Bega-Stiftung, des Sportclubs Gratzu, des Eco-Clubs sowie des Temescher Forstamtes errichtet.

Soweit die Wirtschaftsmeldungen der Woche.
Meine Damen und Herren, mit weiteren Wirtschaftsthemen melden wir uns in 7 Tagen zurück. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Woche!

 Adrian Ardelean, Temeswar, 14.05.2009
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