Radio Temeswar

Wirtschaftsmeldungen der Woche - 11.09.2014

In den Wirtschaftsmeldungen der Woche geht es heute um Tätigkeiten der deutschsprachigen Wirtschadtsclubs, Statistiken und aktuelle Wechselkurse. Lesen und hören sie mit.



Sie hören das Wirtschaftsmagazin bei Radio Temeswar, jetzt mit den Wirtschaftsmeldungen dieser Woche:

Information aus der Tätigkeit der deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Rumäniens:

Der Deutschsprachige Wirtschaftsclub Banat kommt nach der Sommerpause wieder zusammen. Die Geschäftsleute treffen sich heute Abend im Sky Restaurant desTemeswarer City Business Centers ab 19Uhr30. Vorgestellt werden dabei das Konzept "Oktoberfest in Temeswar" mit der Firmenmesse "Made in Banat" sowie  EU-Förderprogramme und Investitionsförderungen für Unternehmen in Rumänien. Informationen dazu bieten der Fachmann in EU-Förderung Johannes Becker und der Generaldirektor der regionalen  Entwicklungsagentur ADR-West Sorin Maxim. Die Mitglieder des deutsch-rumänischen Wirtschaftsvereins Arad kommen nach den Sommerferien nächste Woche am Donnerstag wieder zusammen.

Der Deutsche Wirtschaftsklub Kronstadt ist diese Woche Gastgeber eines Vorstandstreffens der deutschsprachigen Wirtschaftsvereine Rumäniens. Dieses findet morgen statt. Das Programm startet mit einer Stadtbesichtigung zur Mittagsstunde. Das Vorstandsmeeting der deutschsprachigen Wirtschaftsclubs ist für 15 Uhr im Hotel Kronwell geplant. Mit dabei sind Vertreter der Clubs aus Temeswar, Arad, Klausenburg, Hermannstadt, Neumarkt, Barchau und Klausenburg sowie der Leiter des Wirtschaftsdienstes der Deutschen Botschaft in Bukarest Sebastian Gromig. Auf der Tagesordnung stehen die Vorstellung der deutschen Wirtschaftsklubs und der Wirtschaftsvertretung der deutschen Botschaft sowie gemeisname Projekte. Im Anschluss daran wird das Kronstädter Oktoberfest besucht. 

Der Deutsche Wirtschaftsclub Kronstadt ist bis Sonntag Veranstalter der bereits 6. Auflage des Oktoberfestes. Dieses findet auf der Ion-Titiac-Arena statt. Zu genießen gibt es Weißwurst und Bier sowie bayerische Stimmung. Die Mitglieder der deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Rumäniens haben Zugang zur VIP-Loge. Zeitgleich mit dem Oktoberfest wurde vergangene Woche auch die Messe Made in Brasov eröffnet. Das Fest zieht von Kronstadt weiter nach Bukarest im Zeitraum 25. September - 5. Oktober und nach Temeswar zwischen dem 16. und dem 19. Oktober. Das vollständige Programm des Oktoberfestes finden sie online unter oktoberfestromania.ro.

Der Deutsche Wirtschaftsclub Siebenbürgen (DWS) bereitet inzwischen die 3. Konferenz der Deutschsprachigen Wirtschaftsclubs in Osteuropa. Die Konferenz findet am ersten Wochenende im November statt. Austragungsort ist das Hilton Hotel in Hermannstadt. Eingeladen dazu sind die Vorstände aller Deutschsprachigen Wirtschaftsvereine in Osteuropa. Angesprochen dabei werden Themen wie die Duale Berufsausbildung sowie Investitionsmöglichkeiten in Mittel- und Ost-Europa am Beispiel Rumäniens. Als Ehrengäste werdene erwartet der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Bukarest Werner Hans Lauk sowie der deutsche Oberbürgermeister von Hermannstadt und rumänischer Präsidentschafrtskandidat Klaus Werner Iohannis. Interessierte Unternehmer könne sich für Anmeldungenen an ihrem regionalen Wirtschaftsclub wenden. Kontaktperson in Hermannstadt ist das Geschäftsführende Vorstandsmitglied des Wirtschaftsclubs Dr. Wiegand Helmut Fleischer.

Statistiken aus dem Wirtschaftsbereich:

Die Zahl der Insolvenzen ist im ersten Halbjahr um rund 10 Prozent gesunken, schreibt die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien. Insgesamt wurden in den ersten 6 Monaten dieses Jahres 12.453 Insolvenzen gemeldet. Betroffen sind vor allem der Bausektor, die Textilindustrie, die Förderindustrie, die Metallurgie und das Hotel- und Gaststättenwesen. Nach der territorialen Aufteilung lässt sich eine höhere Zahl der Insolvenzen in Bukarest und im Westen feststellen, weniger Insolvenzen gab es unter anderem in den Regionen Südosten und Nordosten. Die Zahl der Insolvenzen dürfte sich für das gesamte Jahr 2014 auf rund 23.000 belaufen, meinen die Experten, wobei es aufgrund des neuen Insolvenzgesetzes, das im Juni in Kraft getreten ist, schwer vorauszusehen sei, wie sich dies auf die Insolvenzbereitschaft der Firmen auswirken wird.

Der durchschnittliche Nettolohn stieg im Juli in Rumänien im Vergleich zum Vormonat um 32 Lei und kam auf 1.719 Lei. Nominell ist das ein Zuwachs um 1,9 Prozent. Die Angaben stammen vom Rumänischen Statistikamt. Der durchschnittliche nominelle Bruttolohn erhöhte sich im Juli ebenfalls um 1,9 Prozent und kam auf 2.378 Lei. Binnen zwölf Monaten wuchs der Reallohn in Rumänien um 4,1 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Inflation war der nominelle Nettolohn im Juli um 5,1 Prozent höher als ein Jahr davor. Den höchsten Lohnzuwachs gab es unter anderem im Pharmasektor und in den Versicherungen und Rentenfonds. Im mittleren Bereich liegen die Autoindustrie, die Braun- und Steinkohleförderung sowie die Wasserwirtschaft.  Niedrigere Durchschnittslöhne gab es unter anderem in der Tabakindustrie, Erdölverarbeitung sowie Getränkeindustrie. Der höchste Durchschnittslohn wurde im Juli im Bereich Öl- und Gasförderung verzeichnet (4.562 Lei netto), der niedrigste im Hotel- und Gaststättenwesen (1.011 Lei).

Das Defizit im Außenhandel Rumäniens belief sich in den ersten sieben Monaten dieses Jahres auf 3,35 Milliarden Euro und war damit um fast 250 Millionen Euro niedriger als in derselben Zeitspanne des vergangenen Jahres. Das teilte das rumänische Statistikamt mit zitiert von der heutigen ADZ. Januar bis Juli stiegen die Exporte um 7,5 Prozent auf rund 30,3 Milliarden Euro. Die Importe wuchsen im Vergleich zur selben Zeitspanne des Vorjahres ebenfalls um 7,5 Prozent auf 33,6 Milliarden Euro. Knapp drei Viertel seines Außenhandels wickelte Rumänien mit den anderen EU-Ländern ab. Im Monat Juli exportierte Rumänien Waren im Wert von fast 4,8 Milliarden Euro und erreichte damit einen Rekordwert. Importiert wurden Waren im Wert von 5,3 Milliarden Euro.

Hier auch die aktuellen Wechselkurse:

Die rumänische Landeswährung velor leicht an Wert in der letzten Woche im Vergleich zu ihren Bezugswährungen, der Trend scheint aber sich zu verbessern. Die Nationalbank Rumäniens legte am heutigen 11. September folgende Referenzkurse fest: Ein Euro wurde mit 4Lei41 quotiert,ein Ban mehr als vergangene Woche aber ein Ban weniger als gestern – und ein US-Dollar mit 3Lei41 – 6 Bani mehr als vergangene Woche aber ein Ban weniger als gestern. Der Referenzkurs für einhundert ungarische Forint lag heute Mittag bei 1Leu40 und für ein Hundert serbische Dinar bei 3Lei71. Etwas nach oben ging in den letzten 7 Tagen der Goldpreis: Ein Gramm Gold wurde heute auf 137 Lei geschätzt - das sind 11 Bani mehr als vergangene Woche aber 89 Bani weniger als gerstern.

Hiermit endet auch diese Ausgabe unseres Wirtschaftsmagazins. Mit aktuellen Wirtschaftsthemen erwarten wir Sie in sieben Tagen wieder hier. Dann unter anderem mit den Herbst-Winter Projekten des deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Banat. Haben Sie bis dahin eine erfolgreiche Woche!

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 Adrian Ardelean, Temeswar, 11.09.2014
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