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Rumänen in Deutschland und ihr ‚deutscher‘ Präsident Klaus Johannis

Es war ein deutscher Prinz, der vor 148 Jahren aus dem württembergischen Sigmaringen ziemlich weit weg, in eine geheimnisvolle Stadt namens Bukarest, gerufen wurde. Und kaum traf er dort ein, wurde er auch schon zum Fürsten, wenig später dann zum König ernannt: Carol I. aus der Dynastie Sigmaringen-Hohenzollern wurde seinerzeit erster Herrscher des neu gegründeten Königreiches Rumänien, nachdem die Vertreter der rumänischen Fürstentümer so zerstritten waren, dass sie sich auf keinen Kandidaten aus ihren Reihen einigen konnten. Der König aus Süddeutschland sollte es richten. Ist das, was derzeit in Rumänien geschieht, ein klein wenig eine Wiederholung der Geschichte? Erstmals wählten die Menschen dort einen Rumäniendeutschen ins Präsidentenamt, nämlich den Bürgermeister der siebenbürgischen Hauptstadt Hermannstadt, Klaus Johannis. Groß sind die Hoffnungen, die sich in dem von endlosen Korruptionsskandalen geschüttelten Land auf den Rumäniendeutschen mit seinen angeblich ‚ur-deutschen‘ Tugenden fokussieren. Was ist aber deutsch an dem rumäniendeutschen Präsidenten? Der Versuch einer Annäherung von Thomas Wagner.




Rumaenen in Deutschland ueber deutschen Praesidenten in Rumaenien  


 Thomas Wagner, 18. November 2014
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