Radio Temeswar

Wirtschaftsmeldungen der Woche – 18.12.2014

Die Wirtschaftsmeldungen dieser Woche beinhalten Information aus der örtlichen Wirtschaft Westrumäniens und aus der rumänischen Landeswirtschaft sowie die aktuellen Wechselkurse. Lesen und hören sie mit!



Sie hören das Wirtschaftsmagazin bei Radio Temeswar, jetzt mit den Wirtschaftsmeldungen dieser Woche:

Infrastrukturprojekte:

Die rumänische Gesellschaft für Landstraßen und Autobahnen CNADNR könnte dem Verkehrsministerium untergeordnet werden. Einen Beschluss diesbezüglich soll die Regierung treffen. Der Haushalt der Gesellschaft wurde innerhalb der Fachkommissionen des Parlaments bewiligt. CNADNR verfügt im nächsten Jaht über 6,1 Milliarden Lei. 

Die erste Teilstrecke der Autobahn Nadlak – Arad ist fertig gestellt und für den PKW-Verkehr geöffnet. Man arbeitet weiterhin an den Ränden, Zäunen und Brücken. Zeitgleich wurden weitere 6 Kilometer der zweiten Teilstrecke dem PKW-Verkehr geöffnet, um die Verbindung zur Landstraße 7 bei Petschka zu sichern. Am anderen Ende an der rumänisch-ungarischen Grenze mündet die Autobahn in eine Verbindungsstraße zum Grenzübergang bei Nadlak auf der Landstraße 7, da der ungarische Autobahnanschluss bis Mako noch fehlt. Das Bauunternehmen schätzt die Freistellung der zweiten Autobahnteilstrecke zwischen Petschka und Arad für Juni nächsten Jahres ein.

Der Autoverkehr könnte bald auch auf den Verbindungsstraßen der Michelangelo-Passage in Temeswar geöffnet werden. Die Arbeiten an den Boulevards Parvan und Coposu sind bereits fertig, gearbeitet wird noch an den Bürgersteigen und an den Grünanlagen. Auch die Ampelanlage am Leonardo-da-Vinci-Platz wurde bereits getestet. Eine Entscheidung zum Termin der Verkehtseröffnung steht noch an, erklärte Bürgermeister Nicolae Robu für Radio Temeswar.

Aus der rumänischen Landeswirtschaft:

Die Deutsch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer veranstaltet am 29. Januar den traditionellen Neujahrsempfang im Bukarester Parlamentspalast. Leitthema dieser bereits 13. Auflage ist „Innovation”, eine Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg in der modernen Gesellschaft. Innovation als zentraler Wachstumsmotor prägt mittlerweile auch die internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Sie steht für eine sich stets erneuernde Welt und ist in der heutigen Wirtschaft zu einer Grundvoraussetzung geworden, um neuen Herausforderungen im zunehmenden Wettbewerb zu begegnen. Deshalb möchten die deutsche Außenhandelskammer sich 2015 verstärkt auf diesen Leitgedanken ausrichten und diesem auch den Neujahrsempfang widmen. Die Veranstalter hoffen auf eine zahlreiche Teilnahme. Die Geschäftsleute können sich auch online zum Event anmelden auf der Internetseite ahkrumaenien.ro. 

Der Gesamtwert der stärksten 100 Unternehmen Rumäniens liegt um 10% höher in diesem Jahr als im Vorjahresvergleich. Das zeigt die Rangliste der wertvollsten Unternehmen auf dem rumänischen Markt. Erstellt haben sie Ziarul Financiar und Capital Partners diesmal bereits zum neunten Mal. Berücksichtigt wurde der Umsatz, der Gewinn und die Marktkapitalisierung. Die ersten 12 Unternehmen überschreiten im Durchschnittswert je eine Milliarde EUR. Am meisten gewachsen sind Unternehmen aus dem Energiebereich, aber auch der Automobilsektor und die Automobilzulieferer stehen gut, während die Unternehmen aus dem Finanzsektor Rückgänge verzeichneten. OMV Petrom befindet sich seit Anfang der Erstellung dieser Rangliste auf Platz 1 und wird heuer von Romgaz gefolgt. Automobile Dacia befindet sich dieses Jahr auf Platz 6. Rund 2 Drittel der Unternehmen aus der Rangliste sind gewachsen. Den höchsten Zuwachs verzeichnete Electrica SA, das eine der erfolgreichsten Börsennotierungen erreichte.

Der Erdölpreis erreicht seinen Tiefststand der letzten 5 Jahre und beträgt die Hälfte der Quotierung vom Jahresanfang. In London wurde gestern ein Baryll mit weniger als 60 US-Dollar gehandelt, in New York sogar mit 55 Dollar. Die Preissenkung wiederspiegele eine geschwächte Weltwirtschaft, schreibt France Presse. Indirekt habe die niedrige Erdölquotierung eine Wirkung auch auf die Entwertung der rumänischen Landeswährung, meinen die Fachökonomen. Ein Euro kam diese Woche auf fast 4Lei48, was einem Höchststand der letzten 8 Monate entspricht.

Hier auch die aktuellen Wechselkurse:

Die rumänische Landeswährung verliert leicht an Wert im Vergleich zu ihren Bezugswährungen. Die Nationalbank Rumäniens legte am heutigen 18. Dezember folgende Referenzkurse fest: Ein Euro wurde mit 4Lei47 quotiert, genauso wie gestern und 2 Bani mehr als vergangene Woche – und ein US-Dollar mit 3Lei62 – 3 Bani mehr als gestern und 5 Bani mehr als vergangene Woche. Der Referenzkurs für einhundert ungarische Forint lag heute Mittag bei 1Leu42 und für ein Hundert serbische Dinar bei 3Lei65. Nach oben ging auch der Goldpreis: Ein Gramm Gold wurde heute auf 141 Lei und 14 Bani geschätzt - das sind fast 3 Lei mehr als gestern und 1 Leu mehr als vergangene Woche.

Hiermit endet auch diese Ausgabe unseres Wirtschaftsmagazins – die letzte dieses Jahres. Mit aktuellen Wirtschaftsthemen erwarten wir Sie am 8. Januar wieder hier. Dann unter anderem mit einer Vorschau auf die Tätigkeiten der deutschsprachigen Wirtschaftsclubs West-Rumäniens für 2015. Haben Sie bis dahin besinnliche Feiertage und einen erfolgreichen Rutsch ins neue Jahr!
 

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 Adrian Ardelean, Temeswar, 18.12.2014
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