Radio Bukarest - Auslandsdienst

Heimattage der Banater Schwaben in Temeswar


Vor gut 300 Jahren standen die Türken vor den Toren Wiens und hätten beinahe Westeuropa erobert. Doch sie wurden zurückgeschlagen. Dieser historisch wichtige Moment stimmt mit den Anfängen der sogenannten Banater Schwaben in Rumänien überein. Die österreichischen Kaiser des 18. Jahrhunderts besiedelten mit dieser Volksgruppe die nach den Türkenkriegen fast entvölkerten Gebiete im Westen Rumäniens, in Ungarn und Serbien. Insgesamt lebten Anfang des 20. Jahrhunderts etwa 450.000 Deutsche im Banat, das damals zum Reich Österreich-Ungarn gehorte.  Während der kommunistischen Ära verfolgt, vertrieben oder für harte Währung in die BRD verkauft, schrumpfte die deutsche Minderheit im rumänischen Banat zusehends. Auf die Wende folgte eine massive Auswanderungswelle, so dass es jetzt nur noch etwa 30.000 Deutsche im Banat gibt.  Die inzwischen kleine, überalterte Minderheit hält dennoch hartnäckig an ihren Traditionen fest und bekommt dabei regelmäßig Unterstützung aus Deutschland. So auch vergangenes Wochenende bei den Heimattagen der Banater Schwaben in Temeswar. Alex Sterescu war dabei und berichtet.


Heimattage  


 Alex Sterescu, Temeswar, Mai 2009
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