Radio Temeswar

Wirtschaftsmeldungen der Woche - 12.03.2015

Die Wirtschaftmeldungen dieser Woche beinhalten diesmal Informationen zu den Veranstaltungen der deutschsprachigen Wirtschaftsinstitutionen Rumäniens, Statistiken von der deutschen Außenhandelskammer in Bukarest und die aktuellen Wechselkurse. Lesen und hören Sie hier mehr darüber!



Sie hören das Wirtschaftsmagazin bei Radio Temeswar, jetzt mit den Wirtschaftsmeldungen dieser Woche:

Veranstaltungen deutschsprachigen Wirtschaftsinstitutionen Rumäniens:

Der deutschsprachige Wirtschaftsclub Banat veranstaltet heute Abend das März-Treffen seiner Mitglieder. Austragungsort ist ab 19Uhr30 das Sky Restaurant im Temeswarer City Business Center. Organisiert wird diesmal ein österreichisch-deutscher Abend mit Beteiligung der Geschäftsleute vom Außenwirtschaftscenter Bukarest. Der österreichische Wirtschaftsdelegierte Rudolf Lukavsky stellt die  Aktivitäten österreichischer Firmen in Rumänien vor. Die Temeswarerin Andreea Kremm berichtet über die für den 20. Mai  geplante Praktikumsmesse des Deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Banat mit der Technischen Universität. 

Die deutschen Außenhandelskammer in Bukarest baut ihre eigenen Strukturen im Bereich der Berufsausbildung auf. Die konstituierende Sitzung des AHK-Aussusses für Berufsausbildung fand Ende Februar statt. Gleich danach wurde die Prüfung zur Ausbildung der Ausbilder nach deutschen Standards abgenommen. Dafür gründete die AHK einen eigenen Prüfungsausschuss aus Experten in diesem Bereich. 

AHK Rumänien ist Mitveranstalter der dritten Konferenz Cities of Tomorrow. Diese findet am 24. März im Bukarester Crowne-Plaza-Hotel statt. Darin kommen Architektur, Wirtschaft und Verwaltung zusammen, um sich auszutauschen und von neuen Geschäftschancen zu profitieren. Diskutiert wird über die Fortbewegung zwischen und innerhalb der Städte, über Transportwege und intelligente Infrastruktur, über Kommuniaktonstechnologien und Bau. Auf dem Programm stehen eine gemeinsame Tagung betitelt „Intelligente Städte, intelligente Mobilität” sowie zwei Workshops in welchen über Mobilität aus verschiedenen Perspektiven gesprochen wird. 

Statistiken von der deutsch-rumänischen Insustrie- und Handelskammer Bukarest:

Der deutsche Handel mit Südosteuropa und den östlichen EU-Mitgliedsstaaten entwickelte sich im vergangenen Jahr positiv. Die Exporte nach Bulgarien, Mazedonien, Ungarn, Polen, Rumänien und Kroatien wuchsen allesamt zweistellig, meldet der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft. Besonders erfreulich sei es, dass Deutschland im bilateralen Handel mit Rumänien die 20-Milliarden-Euro-Marke erstmals deutlich übertroffen habe – heißt es. Rumänien steht auf Platz 6 unter den deutschen Handelspartnern aus Mittel- und Osteuropa, nach Polen, Tschechien, der Russischen Föderation, Ungarn und der Slowakei.

Die größten fünf Importeure in Rumänien leisteten im vergangenen Jahr 12% der Landeseinfuhren in einem Gesamtwert von rund 7 Milliarden EUR. Am meisten dazu haben die Erdöl- und Automobilindustrie beigetragen. Die größten Importeure sind demnach Rompetrol, Automobile Dacia, Petrotel Lukoil und Ford Rumänien. Dieselben Unternehmen befinden sich auch unter den größten Exporteuren der letzten drei Jahre. All diese Unternehmen haben ausländische Kapitalbeteiligung. Unter den ersten 100 Importeuren Rumäniens befinden sich weniger als 10 Unternehmen mit mehrheitlich einheimischem Kapital. Im allgemeinen dienen die Importe der Produktion und dem Konsum. Importiert werden haupsächlich Rohstoffe für die Produktion. Größter Importeur im Lebensmittelsektor ist die deutsche Lidl-Kette, die sich auf Platz 8 in der Liste der wichtigsten Importeure Rumäniens befindet. 

Der Mindestlohn in Rumänien bleibt unter den niedrigsten Europas, obwohl er in den letzten 7 Jahren um fast 60% gestiegen ist. Seit dem 1. Januar 2015 beträgt der rumänische Mindestlohn 218 EUR/Monat. Nur Bulgarien mit 184 EUR/Monat hat einen niedrigeren Mindestlohn. Weitere Staaten, in denen der Mindestlohn unter der 500 EUR Grenze liegt, sind laut Angaben von Eurostat: Litauen, Tschechien, Ungarn, Lettland, die Slowakei, Estland, Koatien und Polen. In diesen Ländern ist der Mindestlohn in den letzten 7 Jahren am stärksten gestiegen, in Bulgarien um 64%, in der Slowakei um 58%, in Lettland um 57%, in Slowenien um 47%. Der höchsten Monatsmindestlohn der Europäischen Union wird in Luxemburg mit 1.923 EUR verzeichnet. In der Rangliste folgen Belgien und die Niederlanden mit je 1.502 EUR sowie Deutschland mit 1.473 EUR im Monat.

Das Vertrauen der Rumänen in die wirtschaftlichen und finanziellen Perspektiven  wächst. 2014 war hierfür das beste Jahr seit Einbruch der Krise, so eine Studie der Europäischen Kommission. Es ist zum ersten Mal in den letzten 7 Jahren, dass der Prozentsatz derjenigen, die vertrauensvoll in die rumänische Wirtschaft blicken, höher ist als der Pessimisten. Ein Drittel der Rumänen erwartet, dass es wirtschaftlich aufwärts geht, während nur ein Fünftel der Befragten meinen, dass die Perspektiven schlechter sind. Ende 2013 waren es noch 6 von 10 Rumänen, die die wirtschaftliche Lage ihres Landes negativ bewerteten. Was die Arbeitslosigkeit angeht, sind immer noch 58% pessimistisch, 2013 waren es 66%. Die Einstellung der Rumänen zum Sparen hat sich nicht verändert. Im Dezember 2013 waren nur 20% der Meinung, dass es ein guter Zeitpunkt ist, um zu sparen, 59% sagten, dass ihre Einkommen kaum ausreichen, um die laufenden Kosten zu decken. Die Anzahl derjenigen, die Schulden haben, ist jedoch gesunken und beläuft sich auf 16%, Ende 2013 waren es noch 19%.

Hier auch die aktuellen Wechselkurse:

Die Nationalbank Rumäniens legte am heutigen 12. März folgende Referenzkurse fest: Ein Euro wurde mit 4Lei43 quotiert – das sind 2 Bani weniger als vergangene Woche und ein Ban weniger als gestern – und ein US-Dollar mit 4Lei17 – 15 Bani mehr als vergangene Woche aber 3 Bani weniger als gestern. Der Referenzkurs für einhundert ungarische Forint lag heute Mittag bei 1Leu46 und für ein Hundert serbische Dinar bei 3Lei68. Ein Gramm Gold wurde heute auf 156 Lei und 15 Bani geschätzt – das ist rund 1 Leu mehr als vergangene Woche aber 46 Bani weniger als gestern.

Hiermit endet auch diese Ausgabe unseres Wirtschaftsmagazins. Mit aktuellen Wirtschaftsthemen erwarten wir Sie in sieben Tagen wieder hier – dann unter anderem mit einem Beitrag über den heutigen deutsch-österreischischen Wirtschaftsabend in Temeswar. Haben Sie bis dahin eine erfolgreiche Woche!

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 Adrian Ardelean, Temeswar, 12.03.2015
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