Radio Temeswar

Wirtschaftsmeldungen der Woche - 19.03.2015

Die Wirtschaftmeldungen der Woche beinhalten Informationen zu den Veranstaltungen der deutschen Außenhaldelskammer in Bukarest, Statistiken aus der rumänischen Wirtschaft und die aktuellen Wechselkurse. Hören und lesen Sie hier mehr dazu!



Sie hören das Wirtschaftsmagazin bei Radio Temeswar, jetzt mit den Wirtschaftsmeldungen dieser Woche:

Aus dem Terminkalender der deutschsprachigen Wirtschaftsinstitutionen Rumäniens:

Die deutsche Außenhandelskammer in Bukarest ist Mitveranstalter der dritten Konferenz Cities of Tomorrow. Diese findet nächste Woche am Dienstag im Bukarester Crowne-Plaza-Hotel statt. Darin kommen Architektur, Wirtschaft und Verwaltung zusammen, um sich auszutauschen und von neuen Geschäftschancen zu profitieren. Diskutiert wird über die Fortbewegung zwischen und innerhalb der Städte, über Transportwege und intelligente Infrastruktur, über Kommunikationstechnologien und Bau. Auf dem Programm stehen eine gemeinsame Tagung betitelt „Intelligente Städte, intelligente Mobilität” sowie zwei Workshops in welchen über Mobilität aus verschiedenen Perspektiven gesprochen wird. 

Statistiken über die rumänische Wirtschaft aus der ADZ:

Die Leistungsbilanz Rumäniens verzeichnete im Monat Januar einen Überschuss von rund 550 Millionen Euro. Ein Jahr davor waren es plus 250 Millionen.  Der Leistungsbilanzüberschuss sei einem Überschuss der Dienstleistungsbilanz um 83 Millionen Euro und der Steigerung des Überschusses der Primäreinkommen um 132 Millionen Euro zu verdanken, so die Angaben der Nationalbank. Der Überschuss in der Handelsbilanz lag bei 55 Millionen Euro. Im vergangenen Gesamtjahr verzeichnete die Leistungsbilanz Rumäniens ein Defizit von fast 670 Millionen Euro, 2013 waren es mehr als eine Milliarde Euro und 2012 rund 5 Milliarden. Die ausländischen Direktinvestitionen lagen im Januar bei geschätzten 300 Millionen Euro, um fast ein Viertel mehr als ein Jahr davor. Die Darlehen der ausländischen Muttergesellschaften an die rumänischen Tochtergesellschaften oder Zweigstellen beliefen sich Ende Januar auf netto 120 Millionen Euro. Die verlustbereinigten Kapitalbeteiligungen kamen auf geschätzte 180 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr betrugen die ausländischen Direktinvestitionen 2,4 Milliarden Euro und waren damit um 11 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Das Defizit im Außenhandel Rumäniens belief sich im Januar auf geschätzte 176 Millionen Euro und war damit um rund 76 Millionen Euro niedriger als in derselben Zeitspanne des Vorjahres, so die Angaben des Nationalen Statistikamtes. Die Exporte stiegen im Vorjahresvergleich um etwa 6 Prozent auf rund 4,2 Milliarden Euro. Die Importe wuchsen weniger und zwar um 4 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Knapp drei Viertel seines Außenhandels wickelte Rumänien mit den anderen EU-Ländern ab. Im Vergleich zum Vormonat Dezember wuchsen die Exporte um 10 Prozent, die Importe hingegen waren um 4 Prozent niedriger.

Die Industrieproduktion Rumäniens stieg im Januar saison- und arbeitstagbereinigt um 3,4 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Produktion legte vor allem in der verarbeitenden Industrie mit plus 5 Prozent zu. Die Förderindustrie sank um 1 Prozent, der  Energiebereich lag mit 6 Prozent im Minus. Im Januar stieg die Industrieproduktion gegenüber Dezember um fast 1 Prozent, vor allem durch die verarbeitende Industrie mit einem plus von fast 3 Prozent. Die Förderindustrie sank um fast 5 Prozent und der Energiebereich um 2 Prozent.

Die Außenverschuldung Rumäniens lag Ende Januar insgesamt bei rund 94 Milliarden Euro und war damit um rund 600 Millionen Euro niedriger als Ende Dezember. Die mittel- und langfristige Außenverschuldung Rumäniens kam dabei auf rund 76 Milliarden Euro. Damit sank sie gegenüber Ende Dezember um 0,5 Prozent, so die Angaben der Nationalbank. Verringert hat sich auch die  kurzfristige Außenverschuldung. Sie betrug Ende Januar rund 18 Milliarden Euro und war damit um 1,3 Prozent niedriger als Ende 2014. Der Anteil der kurzfristigen Verschuldung an der gesamten Außenverschuldung des Landes lag bei knapp einem Fünftel. 

Der durchschnittliche Nettolohn in Rumänien sank im Januar im Vergleich zum Vormonat Dezember um 126 Lei und damit nominell um 6,8 Prozent auf 1.740 Lei. Beim  durchschnittlichen Januar-Wechselkurs von  4Lei48 für einen Euro ist das rund 388 Euro, so die Angaben des Statistikamtes. Der durchschnittliche nominelle Bruttolohn sank im Januar um 6,7 Prozent auf 2.408 Lei. Binnen zwölf Monaten wuchs der Reallohn in Rumänien um 6,7 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Inflation war der nominelle Nettolohn im Dezember um 7 Prozent höher als ein Jahr davor. Lohnrückgänge zum Dezember gab es im Januar unter anderem in der Öl- und Gasförderung sowie Öl- und Gasverarbeitung, in der Versicherungsbranche und den Rentenfonds, ebenso in der Stromproduktion und -lieferung, Papier- und Pharmaindustrie. Höhere Durchschnittslöhne gab es unter anderem in den Post- und Kurierdiensten sowie in der Leder- und Schuhindustrie. Der höchste Durchschnittslohn wurde im Januar im Bereich Öl- und Gasförderung verzeichnet: 4.594 Lei netto, der niedrigste im Hotel- und Gaststättenwesen: 1.005 Lei.

Hier auch die aktuellen Wechselkurse:

Der rumänische Leu gewinnt etwas an Wert im Vergleich zu seinen Bezugswährungen. Die Nationalbank Rumäniens legte am heutigen 19. März folgende Referenzkurse fest: Ein Euro wurde mit 4Lei41 quotiert – das sind 2 Bani weniger als vergangene Woche und 3 Bani weniger als gestern – und ein US-Dollar mit 4Lei12 – 5 Bani weniger als vergangene Woche und 6 Bani weniger als gestern. Der Referenzkurs für einhundert ungarische Forint lag heute Mittag bei 1Leu46 und für ein Hundert serbische Dinar bei 3Lei68. Ein Gramm Gold wurde heute auf 154 Lei und 94 Bani geschätzt – das ist 1Leu20 weniger als vergangene Woche aber 50 Bani mehr als gestern.

Hiermit endet auch diese Ausgabe unseres Wirtschaftsmagazins. Mit aktuellen Wirtschaftsthemen erwarten wir Sie in zwei Wochen wieder hier. Nächsten Donnerstag laden die Journalisten der deutschsprachigen Medien aus Rumänien und Ungarn zu ihrem monatlichen FunkMagazin ein. Haben Sie bis dahin eine erfolgreiche Woche!

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 Adrian Ardelean, Temeswar, 19.03.2015
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