Radio Temeswar

Vorpremiere zum Abschluss der DSTT-Spielzeit

Das Deutsche Staatstheater Temeswar beendete am vergangenen Donnerstag die Spielzeit 2014-2015 mit einer Vorpremiere. Gezeigt wurde „Die Fuchsiade“ nach Urmuz in der deutschen Fassung von Oskar Pastior. Adi Ardelean hat sich das Stück angeschaut.



Urmuz ist ein rumänischer Schriftsteller der Avantgarde. Er wurde von Eugène Ionesco als einer der Vorläufer der Sprach-Tragödie bezeichnet. „Die Fuchsiade“ wurde postum im Jahre 1930 in der Sammlung „Bizarre Seiten” veröffentlicht. Urmuz’ Werk ist Ausdruck des Dadaismus, mit absurden Akzenten. 

Es handelt sich um ein heroisch-erotisches und musikalisches Prosapoem, das für die Bühne durch eine Theaterinstallation von Helmut Stürmer umgesetzt, der durch Silviu Purcãrete als Spielleiter begleitet wurde. Die Musik wurde von Vasile Șirli komponiert, Kostüme schufen Corina Grãmoșteanu und Helmut Stürmer. Die Videoprojektionen stammen vom Ausstatter Andu Dumitrescu, die Choreografie übernahm Florin Fieroiu. Die zahlreiche Besetzung besteht aus fast allen Schauspielern des Hauses ergänzt durch weitere Gastdarsteller, sagt Theaterintendant Lucian Varsandan.

Der in Temeswar geborene Bühnenbildner Helmut Stürmer studierte in Bukarest studiert und wanderte in den 70-er Jahren nach Deutschland aus. Er erlangte internationalen Ruhm mit seinen Bühnenbildern, die er für Inszenierungen aus verschiedenen Ländern entwarf, so in Deutschland, Ungarn, Großbritannien oder Rumänien. Die Zusammenarbeit mit dem Temeswarer Deutschen Staatstheater war aber etwas ganz besonderes für ihn.

Foto: der Verfasser

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 Adrian Ardelean, Temeswar, 25.06.2015
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