Radio Temeswar

Die Wirtschaftmeldungen der Woche - 12.11.2015

Die Wirtschaftsmeldungen der Woche beinhalten:
- Veranstaltungen der örtlichen deutschen Wirtschaftsclubs, 
- Indikatoren aus der rumänischen Landeswirtschaft 
- sowie die aktuellen Wechselkurse. 
Lesen und hören sie hier mehr dazu!



Das Wirtschaftsmagazin hören Sie bei Radio Temeswar, ihrer Sendung in deutscher Sprache - jetzt mit den Wirtschaftsmeldungen dieser Woche:

Aus dem Terminkalender der deutschsprachigen Wirtschaftsclubs West-Rumäniens:

Der deutschsprachige Wirtschaftsclub Banat veranstaltet am heutigen Donnerstag das monatliche Treffen seiner Mitglieder. Dieses findet ab 19Uhr30 im Sky Restaurant des City Business Centers in Temeswar statt. Solche Treffen geben den Geschäftsleuten die Möglichkeit, sich gegenseitig besser kennen zu lernen und sich sowie ihre Unternehmen innerhalb der Runde vorzustellen – heißt es auf der Internetseite des DWC Banat.

Die Mitglieder des deutsch-rumänischen Wirtschaftsvereins DRW Arad kommen gemäß der Entscheidung innerhalb ihrer letzten Versammlung nächste Woche am Dienstag um 18 Uhr im Euphoria-Restaurtant zusammen. Besprochen werden unter anderem die Berufe, die im nächstem Schuljahr innerhalb der dualen Berudfsausbildung angeboten werden sollen. DRW Arad lädt desweiteren alle Unternehmen, die Interesse an qualiffizierten Arbeitskräften haben, zu einer Gesprächsrunde ein. Diese soll kommende Woche am Freitag um 13 Uhr beim Sitz des Technischen Kollegs Aurel Vlaicu in der Decebal-Straße stattfinden. Besprochen werden dabei der Lehrplan für das Schuljahr 2016-2017 sowie die neuen Berufe, die den Absolventen der 8. Klassen angeboten werden sollen. Eine vorherige Anmeldung daran ist bis kommenden Dienstag erwünscht.

Indikatoren aus der Landeswirtschaft Rumäniens zitiert von der Allgemeinen Deutschen Zeitung und der Wirtschaftszeitschrift der deutschen Außenhandelskammer in Bukarest:

Die Europäische Kommission korrigierte in ihrer Herbst-Prognose das Wirtschaftswachstum Rumäniens in diesem Jahr auf 3,5 BIP-Prozent nach oben. 2016 soll dann das Wachstum 4,1 BIP-Prozent erreichen. Gründe für diese Aussichten sind die fiskalen Maßnahmen, die die Binnennachfrage ankurbeln aber auch das Haushaltsdefizit erhöhen werden. Das Wachstum werde aber auch 2017 solide bleiben und 3,6 BIP-Prozent erreichen – so die Prognose der EU-Kommission weiter. Das Haushaltsdefizit soll in diesem Jahr bei 1,2 BIP-Prozent liegen, nächstes Jahr dann bei 2,8 BIP-Prozent. Die Inflation bleibt im negativen Bereich bis Mitte 2016, um dann 2017 wieder zu steigen. Die Verbraucherpreise sollen dieses Jahr um 0,4 Prozent und nächstes Jahr um 0,3 Prozent sinken, um dann 2017 auf plus 2,3 Prozent hochzuschnellen. Mit niedriger Arbeitslosigkeit und negativer Inflation sowie durch die Reduzierung um vier Prozentpunkte der Mehrwertsteuer werde der private Konsum 2016 auf einen Höchstwert nach der Wirtschaftskrise steigen, hieß es weiter.

Die Nationalbank Rumäniens korrigierete ihre Inflationsprognose für dieses Jahr um 0,4 Prozentpunkte auf minus 0,7 Prozent nach unten. Für 2016 erwarte man 1,1 Prozent. Ohne den Einfluss der Reduzierung der Mehrwertsteuer würde die Inflation zum Jahresende bei 2,1 Prozent und 2016 bei 2,7 Prozent liegen, erklärte Nationalbank-Gouverneur Mugur Isãrescu. Bis Mai 2016 werde die Inflationsrate im negativen Bereich liegen, um dann in den positiven Bereich umzuschwenken. Noch könne man nicht von einer Deflation in Rumänien sprechen, zwar sinken die Preise, aber die  Menschen kaufen, es wird investiert und die Binnennachfrage wächst, sagte Isãrescu weiter.

Der durchschnittliche Nettolohn in Rumänien stieg im September im Vergleich zum Vormonat um 20 Lei und damit nominell um 1,1 Prozent auf 1.833 Lei, das sind rund 415 Euro zu dem von der Nationalbank veröffentlichten durchschnittlichen September-Wechselkurs - teilte das Nationale Institut für Statistik in Bukarest mit. Der durchschnittliche nominelle Bruttolohn stieg im September um 1,0 Prozent auf 2.541 Lei. Binnen zwölf Monaten wuchs der Reallohn in Rumänien um 9,9 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Inflation war der nominelle Nettolohn im September um 8,0 Prozent höher als ein Jahr davor. Der höchste Durchschnittslohn wurde im September in der Öl- und Gasförderung mit 5.895 Lei netto verzeichnet, der niedrigste im Hotel- und Gaststättenwesen mit 1.075 Lei.

Das Defizit im Außenhandel Rumäniens belief sich in den ersten drei Quartalen dieses Jahres auf geschätzte 5 ein halb Milliarden Euro und war damit um rund eine Milliarde Euro höher als in derselben Zeitspanne des vergangenen Jahres, so die Angaben des Nationalen Instituts für Statistik. Die Exporte stiegen im Vorjahresvergleich um 4,7 Prozent auf rund 41 Milliarden Euro, die Importe um 7,1 Prozent auf rund 46,5 Milliarden Euro. Nachwievor wickelte Rumänien knapp drei Viertel seines Außenhandels mit den anderen EU-Ländern  ab. Im vergangenen Gesamtjahr belief sich das Außenhandelsdefizit auf rund 6 Milliarden Euro.

Die Industrieproduktion ist in den ersten acht Monaten dieses Jahres um 2,9% gestiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zu verdanken sei der Anstieg hauptsächlich der verarbeitenden Industrie sowie der Produktion und Vertrieb von elektrischer und thermischer Energie – so die deutsche AHK in Bukarest. Dagegen ist die Bergbauindustrie zurückgegangen. Im Vergleich zum August vergangenen Jahres stieg die Industrieproduktion um 6%.

Die ausländischen Direktinvestitionen stiegen in den ersten acht Monaten dieses Jahres um 61,4% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Sie beliefen sich auf 2,3 Milliarden Euro, ähnlich wie im gesamten Vorjahr. Die Kapitalbeteiligungen beliefen sich auf 1,5 Milliarden Euro, während den Rest die Darlehen innerhalb der Unternehmensgruppe ausmachten. Den höchsten Wert verzeichneten die ausländischen Direktinvestitionen dieses Jahr im März, mit fast 475 Millionen Euro. Am geringsten fielen die ausländischen Investitionen im Februar mit nur 110 Millionen Euro aus.

Hier auch die aktuellen Wechselkurse: 

Die Nationalbank Rumäniens legte am heutigen 12. November folgende Referenzkurse fest: Ein Euro wurde mit 4Lei43 quotiert – ein Ban weniger als gestern und ebenfalls 1 Ban weniger als vergangene Woche – und ein US-Dollar mit 4Lei14 – 1 Ban mehr als gestern bzw. 5 Bani mehr als vergangene Woche. Der Referenzkurs für einhundert ungarische Forint lag heute Mittag bei 1Leu42 und für ein Hundert serbische Dinar bei 3Lei68. Ein Gramm Gold wurde heute auf 144 Lei und 84 Bani geschätzt – 2 Bani weniger als gestern bzw. rund 1 Leu mehr als vergangene Woche (145,89).

Hiermit endet auch diese Ausgabe unseres Wirtschaftsmagazins. Mit aktuellen Wirtschaftsthemen erwarten wir Sie in 7 Tagen wieder hier. Haben Sie bis dahin eine erfolgreiche Woche!

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 Adrian Ardelean, Temeswar, 12.11.2015
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