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Der Pleitegeier über Rumänien

Viele Staaten Südosteuropas hängen derzeit finanziell gesehen am Tropf der EU und des Internationalen Währungsfonds. Etliche Aufbauprojekte wurden auf Pump finanziert. Das rächt sich nun in Zeiten der Finanzkrise. Lettland und Ungarn mußten im vergangenen Jahr einige Mühen aufbringen, um einen drohenden Staatsbankrott abzuwenden. Und auch Rumänien steht nicht besonders glänzend da: Auf rund zwölf Milliarden Euro beläuft sich die Finanzspritze von EU und Währungsfonds; die Summe wird allerdings in mehreren Tranchen ausgezahlt. Denn: Mit den Überweisungen nach Bukarest sind harte Auflagen zur Sanierung der Staatsfinanzen verbunden. Und das bedeutet im Land selbst: Harte Einschnitte, die überall in der Bevölkerung spürbar sind. Jüngstes Beispiel: Die vor kurzem beschlossene Erhöhung der Mehrwertsteuer von 19 auf 24 Prozent. Eindrücke darüber hat der bundesdeutsche Journalist Thomas Wagner in Temeswar gesammelt.



08.05. Pleitegeier  


 Thomas Wagner, August 2010
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