Radio Temeswar

Maria Geburt in Maria Radna

Maria Radna ist der wichtigste Wallfahrtsort der Banater Schwaben aber auch aller Christen aus der gesamten Region. Die päpstliche Basilika feiert am 8. September zu Maria Geburt ihr Kirchweihfest. Tausende Pilger kamen auch heuer aus diesem Anlass nach Maria Radna. Adrian Ardelean war dabei.

Maria Geburt ist der wichtigste Feiertag für die Pilgerzüge im Laufe eines Jahres hier in Maria Radna. Die Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters am rechten Maroschufer gegenüber von Lippa wurde 1756 erbaut und 1992 zur Basilika Minor erhoben. Seit 2003 wird sie von der römisch-katholischen Diözese Temeswar verwaltet.



Die Kirche beherbergt in ihrem Hauptaltar das wundertätige Gnadenbild der Heiligen Maria Mutter Gottes. Die auf Papier gedruchte Ikone kam 1668 als Spende nach Radna und ist das einzige Stück, das nach einem Brandfall 1695 von der damaligen Kapelle übrich geblieben ist. Die Wallfahrten zum Gnadenbild starteten 14 Jahre später, als die Bewohner der Stadt Arad nach überstandener Pest ein Versprechen einlösten, zum Zeichen des Dankes für die Rettung vor der furchtbaren Plage eine Wallfahrt nach Maria-Radna zu gestalten. Auch nach mehr als 300 Jahren pilgern tausende Gläubige von nah und fern hierher und beten die Heilige Mutter Gottes an, ihnen und ihren Familien in Not und Leid zu helfen. Dass ihre Gebete erhört werden, dafür sprechen die tausenden Votivbilder aus dem Kirchenmuseum, die als Dank von den genesenen Wallfahrer erstellt und gespendet wurden.



Das Programm der Gottesdienste zum heutigen Hochfest in Maria Radna starteten bereits am Sonntag. Gestern kamen die ersten Pilgergruppen zu Fuß an und für sie wurden mehrere Messen und Andachten gehalten. Zu Mitternacht wurde ein rumänscher Gottesdienst für die Romapilger zelebriert, die jedes Jahr zahlreich erscheinen. Es folgten um 8 Uhr eine kroatische Messe und um 9Uhr30 eine ungarische. Das Hochamt conzelebrierten um 11 Uhr mehrsprachig gleich drei Bischöfe: Martin Roos aus Temeswar, Laszlo Böcskey aus Großwardein und Franjo Komarica aus Banja Luka in Bosnien-Herzegovina. Im Anschluss gab es eine Prozession mit dem allerheiligsten Altarsakrament. Auf dem Programm standen desweiteren ein rumänischer Gottesdienst um 13 Uhr gefolgt von der Kreuzwegprozession auf Rumänisch, Ungarisch und Deutsch.



Die Basilika und das gesamte Gebäudeensable des Franziskanerklosters mit dem Innenhof und dem großen Platz vor der Kirche sollen über ein EU-Projekt erneuert und hinzu ein Infozentrum für Touristen gebaut werden. Die Investition soll sich auf 10 Millionen Euro belaufen. Um an diesen Summen heran zu kommen, braucht das römisch-katholische Ordinariat in Temeswar die Unterstützung der rumänischen Behörden. Der Temeswarer Bischof Martin Roos:



09.08. Maria Radna - DE  


 Adrian Ardelean, Radna, 08.09.2010
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