Radio Temeswar

Wirtschaftsmeldungen der Woche – 18.11.2010

Aus den Wirtschaftsmeldungen der Woche erfahren Sie Einiges über die rumänische und regionale Wirtschaft: Regierungsprojekte, Prognosen und Wechselkurse, aber auch den Kalender der lokalen Wirtschaftsveranstaltungen und Messen. Bleiben Sie dran!

Sie hören das Wirtschaftsmagazin bei Radio Temeswar – jetzt mit den Wirtschaftsmeldungen der Woche:

Die Mitglieder des deutsch-rumänischen Wirtschaftsvereins aus Arad treffen an diesem Donnerstag zusammen. Das November-Monatstreffen der Arader Geschäftsleute findet ab 18 Uhr im europäischen Geschäftszentrum Waterhouse auf der Bodrogului-Straße statt. Im ersten Teil des Abends sprechen die Bergsteiger Ovidiu Cismas, Adrian Moldovan und Ovidiu Török über ihre jüngsten Expeditionen. Danach stellt Ovidiu Dobre ein Unternehmen aus dem Immobilienbereich vor Imotrust Arad. Im Anschluss kommen Studenten zu Wort, die ein Praktikum an den Mitgliedsunternhemen absolvieren wollen.

Die Regierung analysiert die Möglichkeit einer Gehaltserhöhung im Staatssektor um 15% ab dem 1. Januar kommenden Jahres. Desweiteren wird eine Hilfeleistung angestrebt für Angestellte, die unter ein Tausend Lei im Monat verdienen. Laut der Nachrichtenagentur Mediafax liege der für das kommende Jahr geplante Mindestlohn bei etwa 670 Lei, im Vergleich zu 600 Lei in diesem Jahr.

Der Gesetzentwurf zur einheitlichen Entlohnung im Staatssektor soll mit dem Internationalen Währungsfonds IWF besprochen werden.  Innerhalb einer außerordentlichen Regierungs-Sitzung am kommenden Montag soll der Entwurf dann angenommen werden – erklärte Premier Emil Boc. Danach soll das Gesetz dem Parlament hinsichtlich der Verantwortungsübernahme eingereicht werden.

Die Regierung ruft die Steuerpolizei ins Leben. Ab dem 1.sten Januar 2011 soll sie aktiv sein. Ins Visier nimmt die neue Kontrollbehörde die Personen, die einen Lebensstandard haben, der über ihren erklärten Einkommen liegt – erklärte der Vorsitzende des Nationalen Steueramtes Sorin Blejnar. Wie genau die Personen ausfindig gemacht werden, die kontrolliert werden sollen, das wissen die Behörden noch nicht.

Die Abgeordneten der Kommission für Haushalt und Finanzen legten Richtlinien für den Ablauf der Verträge zwischen den Banken und ihren Kunden fest. Demnach sollen die Banken keine neuen Gebühren während der Laufzeit eines Kreditvertrags einführen dürfen. Das heißt, dass die Kosten eines Kredits während seiner Laufzeit nicht ansteigen dürfen, ohne eine Zusage des Kreditnutznießers. Desweiteren dürfen die Banken keine Abhebegebühren mehr für die erteilten Kredite anfordern. Über die Umsetzung dieser Richtlinien muss noch die Abgeordetenkammer entscheiden.

Hier auch die Referenzkurse der Nationalbank Rumäniens für den heutigen Donnerstag: ein Euro wurde gestern Nachmittag mit 4Lei29 quotiert und ein US-Dollar mit 3Lei17. Der Referenzkurs für ein Hundert ungarische Forint lag bei 1Lei54 und für ein Hundert serbische Dinar bei 4Lei02. Ein Gramm Gold wurde auf 136 Lei und 48 Bani gewertet.

Die rumänische Wirtschaft ist im dritten Quartal dieses Jahres um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft und ist damit seit nunmehr zwei Jahren in Rezession. Dies verzeichnet die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien in ihrer online-Ausgabe. Gegenüber demselben Zeitraum 2009 habe sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,3 Prozent verringert, teilte das Nationale Institut für Statistik in Bukarest aufgrund von ersten Schätzungen mit. Diese Entwicklung entspreche den Erwartungen der Analysten. Rumänische Behörden und der Internationale Währungsfonds (IWF) erwarten für 2010 einen Wirtschaftsrückgang von rund 2 BIP-Prozent, nach minus 7,1 BIP-Prozent 2009. Erst im nächsten Jahr soll die rumänische Wirtschaft dann um geschätzte 1,5 Prozent wieder wachsen.

Um zwei Drittel sind die deutschen Investitionen in Rumänien im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Dies erklärte am vergangenen Sonntag Deutschlands Botschafter in Rumänien, Andreas von Mettenheim dem Fernsehsender Pro TV gegenüber. Der Botschafter ließ erkennen, dass dies ein Zeichen sei, dass die Wirtschaftskrise in Rumänien noch immer nicht vorbei ist. Botschafter von Mettenheim wies darauf hin, dass der rumänische Staat Schulden allein an deutsche Firmen in Höhe von etwa 140 Millionen Euro habe.

Die mangelhafte Infrastruktur in Rumänien sei Grund gewesen, warum sich die Daimler AG im Sommer 2008 auf ihrer Osteuropa-Expansion nicht in Rumänien, sondern in Ungarn angesiedelt hatte. Dieses Thema griff desweiteren Botschafter Andreas von Mettenheim am vergangenen Sonntag auf. Der Vizepräfekt des Verwaltunsgkreises Temesch, Zoltan Marossy, hatte dem Rumänien Online Kurier gesagt, ausschlaggebend sei damals die Stromversorgung gewesen. Für den neuesten Mercedes-Standort wurde die ungarische Stadt Kecskemet auserkoren. Die bedeutend bessere Straßeninfrastruktur in Ungarn sei Hauptgrund für diese Entscheidung gewesen, hieß es damals auf verschiedenen Ebenen.

Der rumänische Automarkt fiel um 3 Stellen in einer Rangliste der EU-Länder und belegt den 17.ten Platz. Berücksichtigt wurden hierfür die Verkehrseinschreibungen von Neuwagen. Diese fielen in Rumänien um mehr als ein Viertel auf 70 Tausend. Im europäischen Durchschnitt viel der Automarkt um 5,5%.

Die Zahl der Anträge für die Beglaubigung der importierten Autos hinsichtlich iher Einschreibung im Verkehr wuchs im Kreis Temesch in den letzten 2 Wochen um ein Fünftel. Grund dafür seien die Gerüchte, wonach die Ökosteuer für die Ersteinschreibung von Fahrzeugen ab dem 1.sten Januar kommenden Jahres steigen wird. Das Rumänische Auto-Register erließ in diesem Monat täglich mehr als ein Hundert Zertifikate für Autos hinsichtlich ihrer Ersteinschreibung. Um der großen Nachfrage stand zu halten, wurden die Programmierungstermine von 5 auf 8 Tagen verlängert.

Das Auto der Zukunft, Sonnentafeln, Wärmepumpen oder Sparsystheme für den Energieverbrauch – das alles bietet diese Tage die erste Auflage der RO-energy, Messe für erneuerbare Energien und Energieeffizienz im Bauwesen. Die Messe ist bis Samstag bei der Expo-Vest in Temeswar auf der Lugoscher-Straße offen.

Die Herbstmesse Expo Mobila wird morgan in der Temeswarer Iulius Mall eröffnet. Es stellen aus 12 Unternehmen aus Rumänien und Ungarn. Komplette Möbelensabmbles, einzelne Möbelstücke, Zubehör und Assessoires werden angeboten. Veranstalter der Messe ist die Temeswarer Industrie-, Landwirtschafts- und Handelskammer.

Die Liebhaber des Wintersports werden am Wochenende zur Snow-Show eingeladen. Die Messe für Wintersportzubehör findet von morgen bis Sonntag in der Temeswarer Pansion Casa-Leone statt. Angeboten werden Schizubehör und Winterkleidung aber auch touristische Aufenthaltsmöglichkeiten. Das Veranstaltungsprogramm umfasst Präsentationen von Bergexpeditionen, Filmprojektionen sowie eine Fotoaustellung aus den Alpen.

Die Clubs Lions Iris und Lions aus Temeswar veranstalten morgen einen Wohltätigkeitsball. Das eingesammelte Geld soll der Augen-Klinik zu Gute kommen. Die Spenden sollen für die Renovierung des Gebäudes eingesetzt werden, sowie für den Ankauf moderner Apparatur. Innerhalb des Balls wird auch ein Pilot-Projekt vorgestellt, wodurch Hunde als Begleiter von blinden Personen dressiert werden sollen. Der Eintritt zum Ball kostet 350 Lei für 2 Personen. Angemeldet haben sich bereits 300 Teilnehmer.

Höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Das wird den Ärzten in Temeswar am Wochenende geboten. Die internationale Messe für Kariere im Bereich der Medizin findet am Samstag und Sonntag im Temeswarer Continental-Hotel statt. 14 Arbeitsvermittlungsagenturen aus verschiedenen europäischen Staaten bieten Arbeitsstellen an in Großbritanien, Irland, Deutschland, Schweden, Dänemark, Frankreich, der Schweiz, Belgien, Norwegen und Spanien.

Die Arbeitslosen des Kreises Temesch können sich eine Arbeitsstelle Ende dieses Monats finden. Die Kreisagentur für Beschäftigung der Abreitskräfte veranstaltet von morgen in einer Woche eine Arbeitsbörse. Diese soll im Temeswarer Jugenkulturhaus stattfinden. Unternehmen auf Arbeiter-suche können sich noch bei der Kreisagentur einschreiben.

Winterlich wird es langsam, auch wenn das Wetter noch frühherbstlich aussieht.  In den Mäkrten sind die ersten Christbäume zu finden. Im Kreis Karasch-Severin behalten die Tannenbäume ihre Preise vom vergangenen Jahr. Das Forstamt des Kresies verkauft in dieser Jahreszeit 3000 Tannenbäume gegen 20 Lei das Stück. Eine Fichte kostet nur die Hälfte, bzw. 10 Lei. Die Bäume werden in allen Märkten des Kreises zum Verkauf gestellt. Auch die beliebten Adventsmärkte warten bald auf ihre Kunden. In Arad wird der sogenannte Wintermarkt auf dem Platz vor dem Rathaus bereits morgen eröffnet und hält während der gesamten rumänischen Fastenzeit vor Weihnachten an und darüber hinaus während der Feiertage bis zu den Heiligen drei Königen Anfang Januar. Die Arader Stadtverwaltung profitiert diese Tage von den milden Wetterbedingungen und montiert die leuchtenden Winterdekorationen auf den Straßen auf. In Temeswar wird der Weihnachtsmarkt in der Zeitspanne 3. Dezember – 10. Januar am Opernplatz organisiert. Auch heuer werden Holzhütten für die Unternehmen auf dem Opernplatz und am Freiheitsplatz aufgestellt, die traditionelle Weihnachtswaren verkaufen wollen. Die Temeswarer Stadtverwaltung schrieb auch heuer das Schmücken des Weihnachtsbaumes im Stadtzentrum aus. Das Gewinnerprojekt wird am Montag bekannt gegeben.

Meine Damen und Herren, hiermit endet auch diese Ausgabe unseres Wirtschaftsmagazins. Mit aktuellen Wirtschaftsthemen erwarten wir Sie in 2 Wochen wieder. Nächsten Donnerstag laden Sie die Redaktionen des FunkForums zu ihrem gemeinsamen FunkMagazin ein – mit dabei die wichstigsten Monatsthemen der deutschen Gemeinschaft aus der gesamten Region. Haben Sie bis dahin eine erfolgreiche Woche!


11.18. WM  


 Adrian Ardelean, Temeswar, 18.11.2010
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