Radio Temeswar

Zum Schengenbeitritt Rumäniens

Der Beitritt zum Schengenraum bleibt für Rumänien und Bulgarien weiterhin ein Bestrebnis. Einen baldigen Beitritt wird es offenbar aber noch nicht geben. Der ungarische Innenminister Sandór Pintér teilte diese Tage in Brüssel für den amtierenden EU-Ratsvorsitz mit, dass Bulgarien derzeit noch nicht alle technischen Voraussetzungen erfülle. Da es zwischen den beiden Ländern keine für den Schengenraum taugliche Grenze gebe, könne man auch nicht Rumänien alleine aufnehmen, sagte Pintér. Ungarn hatte den Beitritt der beiden Staaten zum freien Personenverkehr in Europa zu einer Priorität seines Ratsvorsitzes im Ministerrat erklärt. Das sei aber noch unter dem Eindruck geschehen, dass die beiden Länder dafür vorbereitet seien, sagte Pintér jetzt. Die Innenminister von Deutschland und Frankreich haben bereits Dezember 2010 den geplanten Beitritt Bulgariens und Rumäniens zum sogenannten Schengen-Raum im Mai 2011 als "verfrüht" bezeichnet. In einem Brief an EU-Kommissarin Cecilia Malmström verweisen sie damals auf die mangelnden Fortschritte Bulgariens und Rumäniens im Kampf gegen die Korruption und die organisierte Kriminalität. Die deutsche Redaktion von Radio Temeswar hat den Abgeordneten der deutschen Minderheit im rumänischen Parlament um eine Stellungnahme diesbezüglich gebeten. Ovidiu Gant:



02.01. Ovidiu Gant  


 Astrid Weisz, Temeswar, 01.02.2011
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