Reissenberger, Kimakowicz und Treiber Jan.28

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Reissenberger, Kimakowicz und Treiber

Anmerkungen über die Hermannstädter evangelische Stadtpfarrkirche

Einer Transmigrantenfamilie, die 1752 aus Oberösterreich vertrieben wurde, entstammte Ludwig Reissenberger, der am 23. Januar 1819 in Hermannstadt geboren wurde. Nach dem Abschluss ebenda des Gymnasiums studierte er ab 1837 Naturwissenschaften an der Berliner Universität, wobei ihn besonders die Vorlesungen über Erdmagnetismus, Physik und Meteorologie interessierten. Danach heimgekehrt, entwickelte er sich zu einem vielseitig begabten Schulmann, Meteorologen, Archäologen und Kunsthistoriker.

Im Alter hatte er als Kustos und Bibliothekar am Brukenthalmuseum eine Monographie über die Hermannstädter Stadtpfarrkirche verfasst. Durch die damaligen politischen Verhältnisse wurde er allerdings von dem Vertreter der ungarischen Akademie der Wissenschaften E. Henszlmann gezwungen, diese Abhandlung zuerst in ungarischer Sprache in der Landeshauptstadt Budapest zu veröffentlichen. Doch mit dem Ergebnis war Ludwig Reissenberger nicht zufrieden. So stattete er seinen deutschsprachigen Text mit zahlreichen Illustrationen aus und veröffentlichte ihn mit Hilfe einiger Freunde im Jahre 1884. Weiterlesen…

Manfred Wittstock