In Hermannstadt und dem orthodoxen Kloster Sâmbăta de Sus hat vom 11. bis 14. Mai ein ökumenisches Kolloquium stattgefunden. Zum Tagungsthema „Heilige und Heiligenverehrung in Ost und West” sind die Standpunkte der drei teilnehmenden Konfessionen vorgestellt worden: bei den Orthodoxen sind Heilige Beweise dafür, dass Gläubige die Gottesebenbildlichkeit erreichen können; die Katholiken bewerten Heilige nicht als zentrale Aussag des Glaubens,verwehren ihnen aber nicht die Anerkennung; die Evangelischen räumen den Heiligen bestenfalls die Funktion von Vorbildern im Glauben ein, als Zeugen des Glaubens und der Liebe. Das theologische Kolloquium besprach auch aktuelle Herausforderungen zum Thema: die wichtigste ist die moderne Christenverfolgung. Zu den Vertretern der Evangelischen Kirche A. B. in Siebenbürgen, die Bischof Reinhart Guib am ökumenischen Kolloquium begleiteten, zählte auch Bischofsvikar Dr. Daniel Zikeli, Stadtpfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Bukarest.
WEILAU: ROMA-STANDHAFTIGKEIT IM EVANGELISCHEN GLAUBEN AUGSBURGISCHEN BEKENNTNISSES
An der nördlichen Grenze des Kreises Mureş, 20 km von Sächsisch Regen entfernt, liegt Weilau (rumänisch: Uila). Nach der Auswanderung der Siebenbürger Sachsen aus dem Dorf, wurde die evangelische Kirche von den lutherisch gewordenen Roma des Dorfes übernommen. Weilau ist mit rund 170 Gliedern die größte ländliche Kirchengemeinde der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien. Die Evangelische Kirchengemeinde A. B. Weilau wird im Folgenden von unserer Mitarbeiterin Krisztína Molnàr vorgestellt.
Bildband „EINBLICKE INS ZWISCHENKOKELGEBIET“
Das Zwischenkokelgebiet ist eine weniger bekannte und bereiste Region in Siebenbürgen, obwohl sie ein vielfältiges kulturelles Erbe bewahrt. Ein ganz besonderes Denkmal der Region stellt die Kirchenburg aus Bogeschdorf (rumänisch: Băgaciu), deren Architektur und Ausstattung einmalig in Siebenbürgen ist. Der in Ulm lebende Kunsthistoriker Martin Rill ist Mitautor des vor kurzem erschienenen Bildbands „Einblicke ins Zwischenkokelgebiet“, der 36 Ortschaften vorstellt, darunter auch Bogeschdorf. Der Bildband wurde gemeinsam mit dem Schweizer Journalisten und Fotografen Georg Gerster herausgegeben, der als ein Pionier der Luftbildfotografie bekannt ist. Ein Beitrag unserer Mitarbeiterin Krisztína Molnàr.
AHK SOMMERFEST 2018
Das Sommerfest der Deutsch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer (AHK Rumänien) hat am 21. Juni im Garten des Bukarester Hotels Crowne Plaza stattgefunden. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur kamen zusammen, um die ausgezeichneten deutsch-rumänischen Wirtschaftsbeziehungen gemeinsam zu feiern. Monica Strava war dabei und berichtet.
DEUTSCHE PREISTRÄGERIN BEIM GRAND PRIX NOVA 2018
Grand Prox NOVA ist der Titel des internationalen Hörspielfestivals, das der öffentlich rechtliche Hörfunk in Rumänien in der ersten Juniwoche organisiert hat. Im Programm standen 57 Produktionen aus 23 Ländern, vergeben wurden 9 Preise in je drei Sektionen. Für ihr Hörspiel „Blatnys Kopf oder: Gott der Linguist lehrt uns atmen“ erhielt Christine Nagel aus Deutschland den dritten Preis in der Sektion Radio Drama.
Christine Nagel wurde 1969 in Wertheim geboren und lebt als freiberufliche Hörspielregisseurin und –autorin in Berlin. Das Interview mit Christine Nagel führte BS
DEUTSCHE PREISTRÄGERIN BEIM GRAND PRIX NOVA 2018
Grand Prix NOVA ist der Titel des internationalen Hörspielfestivals, das der öffentlich – rechtliche Hörfunk in Rumänien in der ersten Juniwoche organisiert hat. Im Programm standen 57 Produktionen aus 23 Ländern, vergeben wurden neun Preise in je drei Sektionen. Für ihr Hörspiel „Blatnys Kopf oder: Gott der Linguist lehrt uns atmen“ erhielt Christine Nagel aus Deutschland den dritten Preis in der Sektion Radio Drama.
ZWISCHEN NEUMARKT UND BERLIN
Die in Neumarkt geborene Réka Kincses ist Regisseurin und lebt seit 1996 in Berlin. Sie studierte Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.Ihre Kurzfilme liefen auf zahlreichen Festivals. Mit ihrem ersten langen Dokumentarfilm „Balkan Champion“ gewann sie 2007 den Ungarischen Filmpreis und war Gewinnerin des Astra Film Festivals in Hermannstadt. Die Regisseurin pendelt zwischen Berlin und Neumarkt, der Kontrast zwischen den zwei Welten inspiriert auch ihre filmische Tätigkeit. Darüber sprach sie mit unserer Mitarbeiterin Krizstina Molnar.
HONTERUSFEST 2018
Das Honterusfest an der gleichnamigen Schule in Kronstadt ist das wichtigste Fest der Schule und wird traditionsgemäß jedes Jahr zum Schulende gefeiert. Das Fest, zu Ehren des Reformators Johannes Honterus, fand erstmalig im Schuljahr 1844/1845 statt, zum 300. Jubiläum der Honterusschule. Nach einigen Unterbrechungen wurde die Tradition dieses Schulfestes in Kronstadt im Jahr 1992 wieder aufgenommen. Am 9. Juni 2018 war es wieder soweit. Hunderte Schüler, Lehrer und Eltern kamen zusammen, um das Honterusfest in Kronstadt gemeinsam zu feiern. Monica Strava war dabei und berichtet.
GEGENWART UND ZUKUNFT AN DER HONTERUSSCHULE
Radu Chivărean ist Schulleiter am Kronstädter Honteruslyzeum. Er ist der erste Nicht-Sachse, der diese renommierte Lehranstalt leitet, jedoch eine besonders enge Beziehung zur siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft im Kreis Braşov hat. Er stammt aus einer rumänischen Lehrerfamilie, hat die deutsche Sprache in Schäßburg erlernt und von der ersten bis zur achten Klasse die deutsche Schule in Weidenbach besucht. 1987 absolvierte er in Bukarest das Erdkunde-Deutsch-Studium. Radu Chivărean wirkte zehn Jahre lang als ehrenamtlicher Direktor des Weidenbacher Vereins „Barmherziger Samariter“, der ein Kinderheim im Familiensystem gründete. Der Verein wird von der deutschen Scheytt-Stiftung unterstützt. Im Lehramt blickt Herr Chivărean auf eine 29-jährige Tätigkeit zurück, die fünfzehn Jahre als Direktor der Allgemeinschule Weidenbach und neun Jahre als Schulinspektor am Kreisschulamt einschließt. Seit Januar 2017 folgte er Helmuth Wagner im Amt des Direktors des Kronstädter Honteruslyzeums. Im nachfolgenden Gespräch blickt Radu Chivărean auf das ausklingende Schuljahr zurück und spricht mit Monica Strava über Gegenwart und Zukunft dieser traditionsreichen Kronstädter deutschen Schulanstalt.
BOGESCHDORFER TREFFEN 2018
Ende Mai hat in Bogeschdorf/ Băgaciu (Kreis Mureş) das erste Heimattreffen stattgefunden. Anlaß dazu gab ein ganz besonderes Jubiläum: der wertvolle vorreformatorische Altar aus der evangelischen Kirche wurde 500 Jahre alt. Zahlreiche Gäste aus Deutschland – ehemalige Bogeschdorfer, sind wieder zurückgekehrt, um sich in ihrem Heimatdorf zu treffen und gemeinsam zu feiern. Ein Beitrag von Krisztína Molnár.
GEMEINDEPREIS 2018 DER EVANGELISCHEN KIRCHENGEMEINDE BUKAREST
Der Gemeindepreis 2018 der Evangelischen Kirchengemeinde Bukarest ist im Rahmen eines Festgottesdienstes (Sonntag, den 11. Juni 2018) dem historisch verbürgten Templerorden (Lateinisch: Ordo Supremus Militaris Templi Hierosolymitani, O.S.M.T.H.) verliehen worden. Es beteiligte sich eine Delegation von Tempelrittern des Rumänischen Priorats, geführt vom Magistralen Großprior Rumäniens, Kreuzritter Dan Vasiliu. Durch die Verleihung des Gemeindepreises wurde eine langjährige und dauerhafte Beziehung gewürdigt, die Stadtpfarrer Bischofsvikar Dr. Daniel Zikeli im Folgenden erläutert. Andererseits gab Stadtpfarrer Dr. Zikeli seine Erwartungen bezüglich der anstehenden Außenrenovierung des Gebäudes der Evangelischen Kirche bekannt. Ein entsprechender Vertrag wurde Ende 2017 mit dem Bürgermeisteramt Bukarest, Bezirk 1, abgeschlossen. Der Arbeitsbeginn für Gebäude aber auch eine Neugestaltung des Hofs und Gartens wird Ende 2018 oder zu Beginn des Jahres 2019 erwartet.
INTERNATIONALE PARLAMENTS-STIPENDIEN 2019 IM DEUTSCHEN BUNDESTAG
Jedes Jahr vergibt der Deutsche Bundestag mit der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Technischen Universität Berlin etwa 120 Stipendien für junge Hochschulabsolventen aus 28 Nationen, darunter auch Rumänien. Das Internationale Parlaments-Stipendium (IPS) ist offen für hochqualifizierte, engagierte, aufgeschlossene und politisch interessierte junge Frauen und Männer, die im Rahmen dieses Programms die Möglichkeit erhalten, praktische Erfahrungen im Bereich der parlamentarischen Arbeit zu sammeln. Laura Grünewald, Leiterin des Kultur- und Pressereferates an der deutschen Botschaft in Bukarest, stellt im Folgenden das Programm für 2019 kurz vor. Das Gespräch führte Monica Strava.
ABITURFEIER AM DEUTSCHEN GOETHE-KOLLEG IN BUKAREST
Die Deutsche Spezialabteilung wurde vor 22 Jahren vom Bundesverwaltungsamt – Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) – in das bestehende Deutsche Goethe-Kolleg in Bukarest integriert. Seitdem erwerben überwiegend rumänische Schüler des Goethe-Kollegs in der Deutschen Spezialabteilung die deutsche Hochschulreife und gleichzeitig das rumänische Bacalaureat. Am 3. Juni gingen die letzten mündlichen Abiturprüfungen zu Ende und am 4. Juni fand in der Zentralen Universitätsbibliothek die feierliche Übergabezeremonie der Abiturdiplome statt. Unsere Kollegin Monica Strava war dabei und berichtet.
MANAGEMENT MIT GEFÜHL: EIN DORF IST ERWACHT
Das siebenbürgische Dorf Kleinschenk war Gastgeber des „Transilvanian Brunch“ im Monat Mai. Mitorganisiert hat ihn Carmen Schuster, die sich seit Jahren durch den Einsatz für für ihren wiederentdeckten Heimatort auszeichnet. Die Renovierung der evangelischen Kirche und die Neugestaltung als Gästehaus des alten Schulgebäudes haben Kleinschenk wiederbelebt. Nun ist das Dorf dank dem Einfallsreichtum Carmen Schusters auf dem besten Weg, als Künstlerresidenz anerkannt zu werden. Am jüngst in Kleinschenk abgehaltenen „Transilvanian Brunch“ nahmen 200 Gäste teil. Außer dem leckeren Essen gab es ein reiches Kulturprogramm zu genießen, an dem sich Künstler aus mehreren Ländern beteiligten, sogar aus den USA war einer eingereist. Carmen Schuster berichtet darüber im Gespräch mit unserer Mitarbeiterin Christa Richter.
ZENDERSCH, DAMALS
Die Soziologin Renate Weber kam aus Deutschland nach Hermannstadt zur Präsentation der Bilddokumentation „Bildgeschichten aus Zendersch. Siebenbürgisches Dorfleben im Wandel der Zeit“. Es handelt sich um die Ortsmonographie eines siebenbürgischen Dorfes aus dem Zwischenkokelgebiet. Das einmalige Buch entstand unter der Mitarbeit von Soziologe Georg Weber und Dietlinde Lutsch. Dafür waren über 800 Fotos von den ausgewanderten Zenderschen eingesammelt worden; im Heimatort lebt inzwischen kein Siebenbürger Sachse mehr. Ein Interview unserer Mitarbeiterin Christa Richter.
EIN WIEDERSEHEN: HANS HERMANNS GRAPHIK
Im Hermannstädter Begegnungs- und Kulturzentrum Friedrich Teutsch der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien ist zur Zeit eine Grafikausstellung des berühmten siebenbürgisch-sächsischen Künstlers Hans Hermann zu besichtigen, die von der Kuratorin Heidrun König zusammengestellt wurde. Der vor allem als Maler bekannte Hans Hermann war desgleichen ein begnadeter Grafiker, von dem zahlreiche Werke in alle Welt gelangten. Die ausgestellten Grafiken stammen aus dem Familienbesitz des Sohnes Gerold Hermann. Sie hören ein Interview unserer Mitarbeiterin Christa Richter.
ESSEN RUND UM DEN GLOBUS GEFEIERT
Am 21. Mai 2018 haben der deutsche Botschafter Cord Meier-Klodt und seine Gattin Gladys Abankwa-Meier Klodt zu einem Empfang in der Residenz des Botschafters in Bukarest geladen. Anlass dazu war die offizielle Vorstellung des Kochbuchs „Celebrating Food around the World“ – auf Deutsch: „Essen zelebrieren rund um den Globus“. Das karitative Projekt geht auf eine Initiative des rumänischen Königshauses zurück, an dem 26 Botschaftergattinnen in Bukarest mitgewirkt haben. Unsere Kollegin Monica Strava war dabei und berichtet.
CORNELIA TRAVNICEK, LESUNGEN IN RUMÄNIEN
Die österreichische Schriftstellerin Cornelia Travnicek hat am 16. Mai in Bukarest aus ihrem mehrfach ausgezeichneten Roman „Chucks“ gelesen. Am selben Tag hat sie einen Workshop für die Germanistikstudenten an der Universität Bukarest geleitet. Aus der Hauptstadt ging es für eine zweite Lesung nach Klausenburg weiter, wo auch 15 Jahre seit dem Bestand der dortigen Österreichbibliothek gefeiert wurde. Veranstalter der Lesereise waren das Österreichische Kulturforum Bukarest in Zusammenarbeit mit den Österreich-Bibliotheken in Bukarest und Klausenburg. Bianca Şahighian war bei der Lesung in Bukarest dabei und berichtet.
STETIGE BEGEISTERUNG IM LEHRERBERUF
Seit vielen Jahren ist Christa Rusu als Grundschullehrerin bei der Joseph Haltrich Schule in Schässburg tätig. Obwohl sich Vieles verändert hat, seitdem sie unterrichtet, sind ihr Entusiasmus und die Freude, mit Kindern zu arbeiten, konstant geblieben. Unsere Mitarbeiterin Krisztina Molnár hat die Lehrerin und ihre Schüler während des Unterrichts besucht.
FRAUENARBEIT DER EVANGELISCHEN KIRCHE A.B. IN RUMÄNIEN
Die Frauenarbeit innerhalb der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien hat in letzter Zeit einen Aufschwung erlebt. Nach 1990 begann sie wieder aktiv zu werden, nun ist eine neue Generation im Einsatz. Die Geschäftsführerin Margit Kézdi berichtet im folgenden, seit wann es Frauenarbeit bei der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien gibt und welches die Vorhaben dieser Frauengruppe sind. Sie hörein ein Interview unserer Mitarbeiterin Christa Richter.