BrauchtumGesellschaftKulturZ_Hermannstädter Zeitung

Tradition in feinen Fäden

Ich bin ein Märzchen aus Wien – klein, doch voller Geschichten. Meine zwei Fäden, rot und weiß, wurden einst geflochten, um den Dialog der Jahreszeiten zu bewahren: Wärme und Kälte, Abschied und Neubeginn, Ruhe und Erwachen. Seit Jahrhunderten reise ich durch Rumänien und Südosteuropa, ein stiller Bote für Gesundheit, Wohlstand und guten Willen zum Beginn des landwirtschaftlichen Jahres. Als mein Brauch 2017 als immaterielles Kulturerbe von der UNESCO gewürdigt wurde, fühlte ich mich gesehen – doch mein wahres Leben beginnt immer dort, wo ich verschenkt werde. Weiterlesen…
Ingrid WEISS