GemeinschaftGeschichteZ_Hermannstädter Zeitung

Ein Buertmes baute das Postgebäude

Post, Telegraph, Telefon in Hermannstadt (II) / Von Manfred WITTSTOCK

In der Unterstadt gab es nach Emil Sigerus seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts einen mit Rasen bepflanzten Platz, der „auf dem Anger“ hieß und an Werktagen als Viehmarkt verwendet wurde. Um den Tierhandel etwas einzuschränken, hatte die Nachbarschaft darauf auch ein kleines öffentliches Gärtchen eingerichtet, welches allerdings mit der Zeit verwilderte. Es handelte sich hierbei – wie der wissenschaftlich begabte Gymnasiallehrer Arnold Pancratz, der im Jahre 1935 im Alter von 33 Jahren seine Schrift „Die Gassennamen Hermannstadts” veröffentlichte – um wild wachsende Heckenrosen. Dieses Gärtchen wurde im Jahre 1716 neu bepflanzt und umzäunt, wonach es vom Kanzleischreiber Dollert im Grundbuch „Rosen Anger” genannt wurde. Dabei erstreckte sich diese Anlage bis zu seiner Auflösung im Jahre 1851 auch auf Wohngebiete des Fischmarktes und des Weinangers. Weiterlesen…