Kultur

„Langeweile kenne ich nicht!“


Gespräch mit Kilian Dörr, Stadtpfarrer der Ev. Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt

Der ehemalige Schüler des Brukenthallyzeums wusste nach dem Abitur erst nicht so recht, was er tun sollte. Mit seinen Lieblingsfächern Mathe und Physik sah er schwache Perspektiven. Auf der Suche nach einer alternativen und ideologiefreien Lebensweise kam er zum Theologischen Institut in Hermannstadt, während seine Klassenkameraden sich mit Informatik und Technologie befassten. Nach der Wende, an der er aktiv mitwirkte, beantragte Kilian Dörr ein Stipendium beim Lutherischen Weltbund. Gemeinsam mit seiner damaligen Freundin und heutigen Frau Elfriede, beschloss er, für ein Auslandsstudium in den Westen zu gehen und danach wieder nach Siebenbürgen zurück zu kehren. Seit 15 Jahren ist er Stadtpfarrer der evangelischen Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt.
Das Interview wurde geführt von Juditha Catona (Hunedoara), Delia Cociu, Dalia Lisan und Annamaria Risti (Hermannstadt), Daniela Damian und Rodica Dan (Kronstadt), Maria Bischof-Brandl und Gabriella David (Ungarn), Susann Danowsky (Klausenburg – Deutschland), koordiniert von Manuela Vrancea (Hermannstadt). Weiterlesen…

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JugendKultur

„Das Image Rumäniens aufpolieren"


Erinnerungsfahrt an den rumänischen Sieg bei der Monte Carlo-Rallye 1936

„Fahrer und Beifahrer wärmten sich mit Cognac- und Weinflaschen“ erzählte Ionel Zamfirescu in den 1980-er Jahren von der abenteuerlichen Fahrt mit einem Ford V8 Baujahr 1935 von Athen nach Monte Carlo. Zamfirescu hatte Ende Januar 1936 gemeinsam mit dem berühmten Rallyefahrer Petre G. Cristea und dem Mechaniker Gogu Constantinescu die Monte Carlo Rallye gewonnen. Es war der erste Sieg für ein rumänisches Team und sollte auch der einzige für Rumänien bleiben. Zugleich war es der erste Sieg für den Automobilproduzenten Ford, der 1936 die Produktion in Rumänien aufgenommen hatte.
80 Jahre danach konnte von Alkoholkonsum am Steuer keine Rede sein und bis auf einen Schneesturm in Slowenien spielte der Winter bei der Erinnerungsfahrt von Bukarest nach Monte Carlo und zurück auch keine bedeutende Rolle. Weiterlesen…

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Kultur

„Ein Jahr ist ein gutes Maß“


Interview mit Jürg Leutert und Brita Falch Leutert

Letzten Januar kam das Musiker-Ehepaar Brita Falch Leutert (BFL) und Jürg Leutert (JL) aus dem Norden Norwegens nach Hermannstadt, um hier ihre Stellen als Kantorin der evangelischen Kirchengemeinde A. B. , bzw. Musikwart der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien und Leiter des Hermannstädter Bachchors anzutreten. Seitdem ist ein ereignisreiches Jahr mit vielen Konzerten und einigen Neuerungen in der Hermannstädter Kirchenmusik vergangen. Im Gespräch mit dem HZ-Praktikanten Jeremias L e i m c k e gewähren die Kirchenmusiker einen guten Einblick in ihre Arbeit. Weiterlesen…

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Kultur

Erfolgsgeschichte mit Folgen


2007 waren Hermannstadt und Luxemburg europäische Kulturhauptstädte. Für die siebenbürgische Stadt begann damit eine Erfolgsgeschichte, die heute noch weitergeführt wird. Ende Januar stellte im Temeswarer AMG-Haus die Chefredakteurin der Hermannstädter Zeitung, Beatrice Ungar, den Band „Erfolgsgeschichte mit Folgen. Leseproben einer Seelenverwandtschaft II“ vor, den sie gemeinsam mit Erna Hennicot-Schoepges, ehemalige EU-Abgeordnete und Kulturministerin Luxemburgs unterzeichnet. Der erste Band der Leseproben einer Seelenverwandtschaft war 2011 unter dem Titel „Von Schubert bis Praid“ erschienen.

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Kultur

Was bringt das chinesische Jahr des Feuer Affen?


Das chinesische Tierkreiszeichen Affe gilt als pfiffig, erfindungsreich, humorvoll und raffiniert. Der Feuer-Affe als Jahresregent für das Jahr 2016 bringt aufregende Zeiten. Er schenkt uns viel Schwung und Geschick, um unsere Pläne in die Tat umzusetzen. 2016 ist von Erfindungsgeist, Engagement auf sozialer Ebene und Horizonterweiterung geprägt . Bei soviel Tatendrang müssen wir nur aufpassen, die Prioritäten richtig zu setzen und uns nicht zu verausgaben. Das neue chinesische Jahr hat am 8.Februar begonnen und endet am 26.Januar 2017. H.N. sprach mit der Temeswarer Astrologin Ramona Venturini.

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GemeinschaftKulturSprache

„Ich bin sehr glücklich, dass ich hier lebe!“


Gespräch mit Dr. Hans Klein, Vorsitzender des DFDH

Dr. Hans Klein, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) entstammt einer Lehrerfamilie und feiert demnächst seinen 75. Geburtstag. Er ist in Dobring im Unterwald zur Schule gegangen und weil es dort keine deutschen Klassen gab, hatte er drei Jahre lang Unterricht in rumänischer Sprache. Danach hat Hans Klein in Petersdorf gewohnt und ist anschließend in Mühlbach aufs Lyzeum gegangen. Das Abitur folgte dann an der Brukenthalschule. Weil sein Vater meinte, man müsse auch ein Handwerk beherrschen, war er ein Jahr lang Tischlerlehrling. Es folgte das Theologiestudium, 1972 promovierte Hans Klein in Biblischer Theologie und begann schon im gleichen Jahr seine Lehrtätigkeit als Dozent und dann Professor an der Evangelischen Theologischen Fakultät in Hermannstadt. Erwähnt werden muss auch der Einsatz als Stadtpfarrer (1993-1998) und die Mitgliedschaft im Stadtrat (1992 bis 2011) als Vertreter des DFDH.
Mit Hans Klein sprachen Dana Forsea (Reps), Rosina Gãiescu und Rodica Ghiþoc (Kronstadt) sowie Hugo-Alexander Frohn (Hermannstadt–Deutschland), koordiniert von BiankeGrecu (Hermannstadt). Weiterlesen…

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BrauchtumJugendKultur

Fasching der Jugendlichen in Warjasch


Die deutschen Jugendtanzgruppen aus dem Kreis Temesch feierten ihre große Faschingsunterhaltung am Samstag in Warjasch. Die Kinder und Jugendlichen mit den verschiedensten Masken trafen sich zur Mittagsstunde vor dem Kulturheim und führten ihr Narrentreiben durch die Straßen der Gemeinde. Auch dort war Adi Ardelean zugegen und feierte mit.

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BrauchtumGemeinschaftKultur

Fasching der Erwachsenen und Senioren in Temeswar


Die lustige 5. Jahreszeit, der Karnevall oder der Fasching wird auch im Banat gefeiert. Faschingsunterhaltungen wurden am Samstag vom Bergland bis zur Marosch für alt und jung veranstaltet. Die Erwachsenen und Senioren des Temeswarer Deutschen Forums feierten ihr Faschingsfest am Samstag Nachmittag. Der Maskenball der Volksuni und der Kulturgruppen des Forums fand im Karl-Singer-Festsaal des Adam-Müller-Guttenbrunn-Hauses statt. Adi Ardelean war dabei und berichtet.

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BrauchtumKultur

Die Zukunft der Urzeln ist gesichert


Zehnter Urzellauf nach Wiederaufnahme des Brauches in Agnetheln

Kuhschellengeläute und Peitschenknall waren schon zu hören, doch viel später erst waren die ersten zotteligen Gestalten zu erkennen, die sich am Sonntag auf der Hauptstraße in Agnetheln in geordnetem Zug dem Rathaus näherten. Erraten: Die Urzeln liefen wieder, in diesem Jahr zum zehnten Mal nach allen Regeln der Kunst. Weiterlesen…

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BrauchtumKultur

Und wieder ging es um die Wurst...


Banater Zeitung veranstaltete Worschkoschtprob 2016 in Lippa

„Die Nummer 2 hat es in sichˮ, stellten fast alle „Laien-Verkoster“ an dem langen Tisch im lichtdurchfluteten Raum fest. Die Tische bogen sich im wahrsten Sinn des Wortes: Wurstscheiben aller Art, Käse, Salate usw. Wie hätte es auch anders sein können bei einer als „Worschtkoschtprob“ (Wurstkostprobe) gepriesenen Veranstaltung im Banat, beherbergt von einem Wallfahrtsort? Immerhin war, wie Diözesanbischof Martin Roos sagte, die Kirche immer auch für das leibliche, nicht nur das geistliche Wohl der Menschen verantwortlich. Weiterlesen…

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KulturWirtschaft

Touristeninformationszentrum in Maria Radna nimmt Tätigkeit auf - erste öffentliche Veranstaltung: die Worschtkoschtprob 2016


Die Worschtkoschtprob, das traditionelle Jahresfest der Banater Zeitung, fand am vergangenen Donnerstag in der Arader Ortschaft Lippa statt. Austragunsort war diesmal das neue Touristeninformationszentrum der päpstlichen Basilika Maria Radna, die infolge von Restaurierungsarbeiten über ein EU-Projekt im neuen Glanz erstrahlt. Die Wurstverkostung war die allererste öffentliche Veranstaltung, die das neue Zentrum für Touristen beherbergte. Die deutsche Reisekauffrau banater Herkunft Ramona Lambing kümmert sich um das Füllen mit Leben des neuen Infozentrums. Mit ihr sprach Adi Ardelean aus Anlass der diesjährigen Worschtkoschtprob.

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Kultur

Menschen wie du und ich


Theaterpremiere am Radu Stanca Theater mit „Enthüller“

„Wir haben ein Problem! Wo sind die Ärzte?“ Im staatlichen Ealing-Krankenhaus in London fehlen die Ärzte in der Notaufnahme, weil sie in Privatkrankenhäusern arbeiten. Sharmila Chowdhury, Leiterin der Radiologie-Abteilung, wird darauf aufmerksam und deckt auf, dass 250.000 Pfund durch das Nebenarbeiten der Ärzte verloren gehen. Doch dafür wird sie nicht etwa belohnt. Nein, sie wird entlassen. Sie geht vor Gericht, gewinnt, also muss das Krankenhaus sie wieder einstellen. Aber nein, ihre Arbeitsstelle wurde aufgelöst. Vier Jahre später ist Chowdhury arbeitslos und an Krebs erkrankt. Sharmila Chowdhury ist ein „Whistleblower“. Weiterlesen…

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KulturSprache

„Wir haben eine Bildungsaufgabe“


Hermannstadt, 29. Januar 2016 Gespräch mit Daniel Plier, Leiter der deutschen Abteilung des RST Daniel Plier wurde 1968 in Luxemburg geboren. Am Conservatoire de Luxembourg und an der EcoleSupérieured´ArtDramatique Pierre Debauche studierte er Schauspiel. Er…

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BrauchtumKultur

Bei den lebenslustigen Nadragern zu Fasching


Kaum ein paar Deutsch leben noch in der Temescher Ortschafts Nadrag, doch die die noch da sind tuen es mit Herz und Seele. Besonders zur Faschingszeit. Man freut sich auf den Besuch aus dem Banater Bergland und aus Temeswar und bereitet hausgemachte Leckerbissen vor. Die Faschingsmasken werden nicht gebraucht um ausgelassen zu feiern.

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JugendKulturSprache

Über Planeten hinweg in die Herzen der Zuschauer


„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery hatte am 30. Januar eine glückliche Landung auf der Bühne des Deutschen Staatstheaters Temeswar. Kinder, Jugendliche und Erwachsene erlebten in einer Matinee-Vorstellung die Premiere von Peter Kereks Inszenierung. Aus Vorfreude auf den kleinen Prinzen waren die Februar-Vorstellungen ausverkauft. Erste Publikumsreaktionen und ein bisschen Atmosphäre aus dem Stück bringt der Radiobeitrag anbei.

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Kultur

Bald eine neue Premiere am Deutschen Staatstheater Temeswar


„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry erzählt die Geschichte eines Prinzen, der von einem fernen Stern kommt und hier auf der Erde den Menschen scheinbar einfache Fragen stellt. Die Geschichte bildet ein Plädoyer für Liebe, Freundschaft und Menschlichkeit. Am 31.Januar um 11 Uhr können Sie diese Geschichte in Premiere auf der Bühne des DSTT erleben. In der Titelrolle spielt Richard Hladik. Für die Bühnenausstattung zeichnet Iuliana Vîlsan. Die Musik komponierte Vivi Stoleriu, die Dramaturgie übernahm Patricia Pandek. Spielleiter ist Peter Kerek, der sowohl als Theater- als auch als Filmregisseur bekannt ist. Kerek hat Philosophie und Theaterwissenschaften in München studiert und ist Absolvent der Nationalen Universität für Theater- und Filmkunst „Ion Luca Caragiale“ aus Bukarest. Über die neue Premiere am DSTT sprach H.Neurohr mit Peter Kerek in einer Probepause.
Weitere Aufführungen der Produktion „Der kleine Prinz“ am DSTT sind am 1. Februar, um 19 Uhr 30 und 2. Februar, um 11 Uhr anberaumt.

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Kultur

Im Ensemble wird man groß


Hermannstadt, 22. Januar 2016 Begegnung mit einem sensiblen Musiker / Von Ursula PHILIPPI Mist! Da stehe ich nun seit 50 Minuten in der zugigen Haltestelle von Tartlau und es kommt kein Bus. Die Anschlüsse nach…

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KulturSprache

„...was mit Hilfe des Computers zu lösen ist...“


Gespräch mit Dr. Radu Creþulescu, Leiter des ZfL Mediasch
In seinem beruflichen Werdegang war Radu Creþulescu erst in der Grundschule tätig, dann Mathematiklehrer am Gymnasium und im Lyzeum. Zurzeit unterrichtet er Web-Technologien an der Hermannstädter Lucian-Blaga-Universität.
Mit Radu Creþulescu sprachen: Monica Degan (Klausenburg), Adriana Dimitriu (Kronstadt), Cristina Drescan (Sächsisch-Regen), Alma Egri (Hermannstadt), Diana-Sanda Fãieran und Mihaela Andra Filip (Deva) und Monika Farkas (Ungarn), koordiniert von Teodora Gãlbinuºi (Hermannstadt). Weiterlesen…

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BrauchtumKultur

„Eine wahre Entdeckung“


Infotrip im Szeklerland stattgefunden

„Was haben Ötzi und das Szeklerland gemeinsam?“, fragt man sich unwillkürlich, wenn man in der Werkstatt von FábiánZoltán in Korund ein Poster mit Ötzi sieht, der Mann, der vor etwa 5.250 Jahren lebte und 1991 in den Ötztaler Alpen im Mumien-Zustand mit all seiner Ausrüstung gefunden wurde. Mitte Dezember hatte der Kreisrat Harghita zu einem Infotrip ins Szeklerland eingeladen, an dem meist Reiseführer aus Hermannstadt, aber auch aus anderen Städten teilnahmen. Geführt wurde die Gruppe von ZoltánPál, Präsident des Vereins Turismo Terra Siculorum, der das Ereignis gemeinsam mit Roxana Niculescu von der Kronstädter Vertretung der Nationalen Tourrismusbehörde ANT mitveranstaltet hat. Weiterlesen…

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GemeinschaftKultur

„Unter dem Strich ein gutes Jahr!"


Hermannstadt, 8. Januar 2016 Bürgermeisterin ad interim Astrid Fodor blickt auf das Jahr 2015 zurück Von einem Vertrauensvotum sprach Klaus Johannis 2004 als 60 Prozent der Hermannstädter Bevölkerung für seine Forumsmannschaft stimmte, die dadurch 16…

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KulturSprache

„Tu, was du tust, mit Herz“


Hermannstadt, 8. Januar 2016 Gespräch mit Gerhild Rudolf, Leiterin des Teutsch-Hauses in Hermannstadt Gerhild Rudolf, seit 2012 Kulturreferentin und Leiterin des Friedrich Teutsch-Begegnungs- und Kulturzentrums der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, wurde in Kronstadt…

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GemeinschaftJugendKulturSpracheWirtschaft

Aussichten 2016


Die Jahreswende bietet Anlass zur Billanz. Ein volles Jahr ist zu Ende gegangen, ein neues steht uns bevor. Wir blicken auf unsere Erfolge zurück und sind zuversichtlich und hoffnungsvoll, dass auch die kommende Zeitspanne positiv ausfallen wird. Die wichtigsten Projekte 2016 bei den deutschen Institutionen in West-Rumänien und nicht nur sprechen wir im Folgenden innerhalb von 16 verschiedenen Stellungnahmen an. Hören Sie mit!

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